Schlaglicht

Wetterkapriolen: Tornado-Schäden in Hamburg

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die anhaltenden Wetterkapriolen der letzten Tage haben zu einem neuerlichen Höhepunkt geführt. In Hamburg hinterließ ein Tornado am Dienstagabend umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer und vollgelaufene Keller. Besonders betroffen waren laut NDR vor allem die Stadtteile Farmsen und Bramfeld im Nordosten der Hansestadt.
Nach Feuerwehrangaben wütete das Unwetter in einer 500 mal 200 Meter breiten Schneise. Begleitet wurde das Unwetter zudem von Hagel und Starkregen. Verletzt wurde zwar niemand. Allerdings ist die Dauer der Aufräumarbeiten noch unklar. Auch die Höhe der Schäden steht bislang noch nicht fest. Dabei rückte die Feuerwehr Hamburg mit 1.000 Helfern zu rund 250 Einsätzen aus, berichtet der NDR weiter.
In Baden-Württemberg waren zudem in der Nacht zum Mittwoch örtlich große Regenmassen niedergegangen, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online. nach Angaben des Wetteramtes Stuttgart sei vor allem der badische Landesteil mit mehreren Überschwemmungen betroffen gewesen. Dabei habe sich der Starkregen vor allem auf die Region zwischen dem Nordschwarzwald und Zollernalb sowie auf die Ostalb konzentriert. Überflutete Straßen und zahlreiche vollgelaufene Keller gab es laut Bericht auch nahe Karlsruhe.
Mitterweile scheinen auch Wetterexperten über die derzeitige Wetterlage in Deutschland verwundert: So gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) seit Beginn der Serie am 26. Mai 2016 etwa 3.000 Unwetterwarnungen heraus. "Das ist einmalig, seit es das Warnsystem auf Landkreisebene gibt", wird DWD-Sprecher Andreas Friedrich bei tagesschau.de zitiert. Die bisherige Bilanz der Unwetter in Deutschland: mindestens vier Tornados, elf Tote, zahlreiche Verletzte durch Blitze, sowie Schlamm und Wasserfluten.
Teuer zu stehen kommen die jüngsten Unwetter auch die Versicherer in Frankreich. Demnach geht der französische Branchenverband AFA laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung mittlerweile davon aus, dass die Branche für die Schäden des Starkregens zwischen 900 Mio. Euro und 1,4 Mrd. Euro aufbringen müsse. (vwh/td)
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
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