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Türkei: Sinkende Tourismuseinnahmen belasten Wirtschaft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die jüngsten Terroranschläge in der Türkei und die politischen Turbulenzen belasten derzeit das wirtschaftliche Klima am Bosposrus. Die Anzahl notleidender Kredite im Bankensektor nimmt zu und der Tourismussektor hat mit dem erhöhten Sicherheitsrisiko im Land und den wachsenden Spannungen mit Russland zu kämpfen, konstatiert Credimundi.
"Da der Fremdenverkehr mehr als zehn Prozent der Leistungsbilanzeinnahmen ausmacht, wird diese Entwicklung unweigerlich das Leistungsbilanzdefizit belasten. Dabei ist das Defizit, aufgrund der niedrigen Ölpreise, seit 2013 kontinuierlich gesunken", erläutert Christoph Witte, Deutschland-Chef des belgischen Kreditversicherers. Zudem könnten die wachsenden Zweifeln an der Glaubwürdigkeit des gesamtwirtschaftlichen Umfelds zu einem großen Vertrauensverlust der Anleger führen.
Gleichzeitig sei die Türkei anfällig für Kapitalabflüsse, ergänzt Credimundi. Im Falle sehr starker Kapitalabflüsse würde dies bedeuten, dass die Lira weiter an Wert verlieren und Banken sowie nicht-finanzielle Unternehmen bei fällig werdenden Schulden in Schwierigkeiten geraten könnten, befürchtet der Kreditversicherer. "In einem solchen Szenario würden darüber hinaus auch die Unternehmensinsolvenzen weiter steigen. Tatsächlich haben die Konzernverschuldungen in den vergangenen Jahren stark zugenommen", ergänzt Witte. (vwh/td)
Bildquelle: Michael Loeffler / pixelio.de
Kreditversicherer · Türkei · Credimundi
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