Schlaglicht

Axa-Chef enthüllt Geheimnis um Bilderberg-Treffen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Erstens: Was wissen sie denn darüber? Und zweitens ist es völlig klar, dass dort keine Entscheidungen getroffen werden", entgegnet Axa-Chef Henri de Castries dem Vorurteil, dass beim Bilderberg-Treffen in Dresden die Großen der Welt ohne Kontrolle bestimmte Agenden durchsetzen. Es gehe letzlich darum, das Bewusstsein von etwa 130 Themen zu aktuellen Themen wie Cybersecurity zu schärfen, erklärt er in der Welt.
Weitere Teilnehmer dieses Jahr unter anderen: Ursula von der Leyen, Thomas de Maizière und Wolfgang Schäuble (alle CDU). Von morgen an tagt die illustre Runde in Dresden, der Henri de Castries vorsitzt. Der Kritik, dass hier ein elitärer Zirkel die demokratischen Grundprinzipien aushebelt entgegnet de Castries: "Warum konzentriert man sich so auf die Geheimhaltung von Bilderberg, wenn es jeden Tag Zehntausende Treffen gibt, deren Inhalt nicht öffentlich ist? Was wäre die Rechtfertigung? Es ist kein Parlament, keine operative Organisation. Es ist eine informelle Gruppe, die über verschiedene Themen spricht und die Diskussion hinter verschlossenen Türen führt, um die Gespräche zu erleichtern."
Aus 20 Nationen kommen die Gäste angereist. Diskutiert wird nach der "Chatham House Rule": Die Teilnehmer dürfen die besprochenen Informationen verwenden, aber die Redner nicht namentlich zitieren. Zum Ablauf sagt de Castries: "Es gibt ein Podium, ein Moderator stellt das Thema vor, dann können ein, zwei, manchmal drei Diskussionsteilnehmer ihre Sichtweisen vorstellen. Und dann gibt es eine offene Diskussion mit dem Saal." Der Axa-Chef verrät, dass er auf das Thema Cybersecurity erst durch diese Konferenz aufmerksam wurde. Bereits vor vielen Jahren gab es dort einen Vortrag dazu. "Wir versuchen, die Gäste so auszuwählen, dass wir sehr verschiedene Sichtweisen hören. Wenn man nur die üblichen Verdächtigen nimmt, bekommt man nur die üblichen Gespräche."
Themen sind dieses Jahr die aktuelle politische Lage, die Flüchtlingskrise und Cybergefahren. Weitere Teilnehmer sind unter anderem Telekom-Chef Timotheus Höttges, Siemens-Chef Joe Kaeser und BDI-Chef Ulrich Grillo
Im Nachgang der jährlich stattfindenden Konferenz gibt es keine Presseerklärungen. Journalisten sind wie im Fall des Springer-Chefs Matthias Döpfner nur als Teilnehmer zugelassen. (vwh/ku)
Bild: Axa-Chef Henri de Castries ist Chef des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Konferenz (Quelle: Axa)
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