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ASR will mit Börsengang drei Mrd. Euro einsammeln

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der viertgrößte niederländische Versicherer will in der kommenden Woche an die Börse gehen und 52 Millionen Aktien in einer Preisspanne zwischen 18 und 22 Euro anbieten. Damit erhofft sich der staatliche Konzern bis zu 3,3 Mrd. Euro einzunehmen. Der Regierung würde der Gang auf das Parkett am 10. Juni zwischen 1,08 und 1,32 Mrd. Euro einbringen.
ASR entstand aus dem Versicherungsgeschäft der früheren belgischen Finanzgruppe Fortis, die in der Finanzkrise von der niederländischen Regierung zusammen mit der ABN Amro verstaatlicht wurde. Die Regierung hatte immer wieder betont, ASR reprivatisieren zu wollen. Etwa 22 Mrd. Euro kostete die staatliche Rettungsaktion. Auch Jahre nach der Finanzkrise hält die Regierung immer noch 77 Prozent an der ABN Amro und ist Eigentümer der SNS Bank NV.
Viele IOPs in Amsterdam wurden aufgrund der Marktturbulenzen Anfang des Jahres auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Jetzt werden sie zügig nachgeholt. Es wird befürchtet, dass die Stimmung nach einem möglichen Pro-Brexit-Voting ebenfalls kein ideales Umfeld für einen Börsengang darstellt. ASR generiert die meisten Erträge aus den Segmenten Leben und Komposit und warnt auch in seinem Börsenprospekt vor den fatalen Folgen eines Brexits. (vwh/dg)
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