Schlaglicht

Riester muss bleiben, oder lieber doch nicht?

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Kombination der für die Versicherer gesetzlich vorgeschriebenen Kapitalgarantie mit der Nullzinspolitik der Zentralbanken ist für das Versagen des Riester-Modells verantwortlich. Davon ist Thomas Mayer, Gründer des Flossbach von Storch Research Institutes überzeugt. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung warnt er vor der Überführung der kapitalgedeckten Altersvorsorge in das Umlageverfahren.
Ein von den Linken in Auftrag gegebenes Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages indes sieht genau hierin keine verfassungsrechtlichen Probleme. Wenn "lediglich ein Recht, nicht jedoch eine Pflicht" zur Übertragung der Riester-Renten in die gesetzliche Rentenversicherung eingeführt würde, zitiert der Tagesspiegel als Bedingung aus dem zugespielten Gutachten. Die Linke will am Donnerstag (siehe POLITICS) dieses Papier als Argument zur Abschaffung der Riester-Rente anführen.
Deren rentenpolitischer Sprecher Matthias Birkwald poltert: "Statt Riester weiter mit Steuermilliarden zu subventionieren, sollte die bisherige Förderung in Leistungsverbesserung der gesetzlichen Rentenversicherung fließen."
"Notwendig ist nicht die Abschaffung, sondern die Reform und der Ausbau der Riester-Rente", mahnt indes Thomas Mayer in der Frankfurter. Die kostspieligen Garantien müssten gesetzlich aufgehoben werden, die Anlagen für Versicherer und Kunden diversifiziert und vereinfacht und damit die auch Verwaltungskosten der Produkte gesenkt werden. (vwh/ku)
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