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Aachen Münchener für Map Report größter Wackelkandidat

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die niedrigen Zinsen machen den Lebensversicherern zunehmend zu schaffen. Wichtigstes Kriterium für die Finanzkraft der Versicherer ist die Solvabilitätsquote, die 2015 erneut gesunken ist, berichtet die Online-Ausgabe der Welt unter Berufung auf den aktuellen Map-Report. Am Report selbst entzündet sich Kritik.
Größter Wackelkandidat ist demnach die AachenMünchener mit einer Eigenmittelausstattung von 108,8 Prozent der Bafin-Forderung. Ebenfalls kritisch stehe es um die VPV mit 120,0 Prozent sowie die Cosmos mit 120,5 Prozent. Am stabilsten ist laut Bericht hingegen die Direkte Leben mit 299,5 Prozent, gefolgt von der Vorsorge mit 290,1 Prozent und der Mecklenburgischen mit 278,4 Prozent.
Die Allianz weise laut Bericht der Welt mit 163,2 Prozent nur eine leicht überdurchschnittliche und rückläufige Solvabilitäts-Kennziffer auf. Ebenfalls eine rückläufige Solvabilitätsquote weisen demnach auch die Ergo und der Volksbanken-Versicherer R+V, sowie die Öffentliche Oldenburg, Süddeutsche und SV Sachsen auf.
Den größten Rückgang bei der Solvabilitätsquote weist laut Report die Condor mit einem Minus von 20,9 Prozent auf, gefolgt von der HanseMerkur mit -15,9 Prozent und der Öffentlichen Oldenburg mit einem Rückgang von 13,6 Prozent. Zugelegt haben hingegen die Huk Coburg mit 68,5 Prozent, die HanseMerkur24 mit 49,5 Prozent und die Familienvorsorge mit 46,1 Prozent.
"Der map-report hat aktuell Solvabilitätskennzahlen der deutschen Lebensversicherer untersucht. Dabei bezieht sich der map-report auf frühere, inzwischen abgelöste Berechnungsmethoden nach Solvency I", kritisiert die Aachen Münchener das Verfahren in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme: "Bei allen bisherigen von den Aufsichtsbehörden veranlassten Proberechnungen zu Solvency II hat die AachenMünchener deutlich besser als der Marktdurchschnitt – nämlich etwa 1,5- bis 2-mal höher als der Branchenschnitt in Deutschland – abgeschnitten."
Jüngst hatte Eiopa-Chef Gabriel Bernardino davor gewarnt, aus der Solvabilitätsquote die falschen Schlüsse zu ziehen. Es gibt keine “magische Zahl”, sagte er. Die Ratingagentur Moody’s zweifelt an der Aussagekraft dieser Kennzahl nach Solvency II. (vwh/td)
Bildquelle: Uschi Dreiucker / pixelio.de
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