Märkte & Vertrieb

Lebensversicherer wollen Personal abbauen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat nach der Auswertung der Frühjahrsumfrage unter 24.000 Unternehmen seine Wachstumsprognose für 2016 von 1,3 auf 1,5 Prozent angehoben. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte, vor allem Finanzdienstleister wie Banken und Versicherungen stünden konjunkturell aber eher im Abseits. VWheute vorliegende Detailergebnisse zeigen, dass gerade Lebensversicherer den Personalabbau forcieren wollen.
Dabei ist die aktuelle Beurteilung der Lage durch die Versicherungswirtschaft eigentlich gar nicht so schlecht: Von 136 befragten Unternehmen gaben 38 an, dass sie ihre Lage heute besser einschätzten und nur zwei schlechter. Der Saldo von plus 36 liegt zwar unter den zu Jahresbeginn erreichten 44 Prozent aber über dem Wert aus dem Frühjahr 2015 von 27 Punkten.
Der Blick in die nahe Zukunft ist allerdings - vor allem bei den Lebensversicherern - deutlich eingetrübt. 62 Prozent der an der Umfrage beteiligten Lebensversicherer glauben zwar, dass sich die Geschäfte weiter wie bisher entwickeln werden. 22 erwarten allerdings eine negative Entwicklung und nur 16 Prozent eine positive. Der Saldo liegt entsprechend bei minus sechs Punkten. Bei den Lebensversicherern denkt man vorrangig über einen Beschäftigungsabbau nach. Acht Prozent suchen zwar noch Personal, 31 Prozent der befragten Lebensversicherer rechnen aber mit einem Personalabbau.
Der Saldo von minus 23 Punkten liegt noch über den bereits schlechten Werten zu Jahresbeginn (minus 15 Punkte) und über dem Vorjahreswert (minus 18 Punkte). Die größten Risiken sehen alle Versicherungen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mit 73 Prozent - bei den Lebensversicherern liegt diese Quote sogar bei 90 Prozent. (brs)
Versicherungswirtschaft · DIHK
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