Politik & Regulierung

Kassen sollen in Aktien investieren dürfen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die gesetzlichen Krankenkassen sollen künftig einen Teil ihrer Rücklagen in Aktien investieren können, um damit eine bessere Verzinsung ihrer Kapitalanlagen erzielen zu können. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf der Bundesregierung hervor, der sich mit dem Beitragseinzug in der Sozialversicherung befasst, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Die Bundesregierung begründet ihr Vorhaben mit den aktuell niedrigen Zinsen. Demnach soll der Gesundheitsfonds allein im vergangenen Jahr rund 1,8 Mio. Euro an Strafzinsen zahlen, weil die Kassen zu viel Geld auf ihren Bankkonten hatten.
Nach dem Willen von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) soll das Engagement der Krankenkassen in Aktien auf die Reserven begrenzen, um damit Rücklagen die betriebliche Altersvorsorge ihrer Angestellten bilden zu können. Zudem solle die Höhe des Anlagebetrages auf zehn Prozent begrenzt werden, berichtet die FAZ weiter.
Wegen der Beschränkung auf die Altersrücklagen dürfen die Kassen von ihren Finanzreserven von derzeit 14,5 Mrd. Euro auch weiterhin keine Gelder in Aktien investieren.
Die Krankenkassen reagierten laut Bericht verhalten positiv auf die Pläne der Bundesregierung. "Mit der zaghaften Öffnung von Anlageoptionen für Altersrückstellungen im Aktienbereich geht der Gesetzgeber einen richtigen Weg. Angesichts der derzeitigen negativen Zinsvorgaben der Europäischen Zentralbank führt eine zehnprozentige Aktienquote jedoch nicht zu einer Entspannung", wird Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des Vereins der Innungskrankenkassen (IKK), in der FAZ zitiert. (vwh/td)
Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Gesetzliche Krankenkassen
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