Schlaglicht

Höheres Rentenniveau kostet Milliarden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Forderung nach einem höheren Rentenniveau könnte für die Beitrags- und Steuerzahler durchaus teuer werden, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Demnach könnte der Beitragssatz bis 2024 auf mehr als 22 Prozent steigen, rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln vor. Bis 2029 würde der Beitragssatz sogar auf 25 Prozent steigen, heißt es in der Studie.
Die Folge: Würde der Gesetzgeber das Rentenniveau auf dem heutigen Stand von 47,7 Prozent einfrieren, würden die Rentenausgaben im Jahr 2029 auf 477 Mrd. Euro steigen, berichtet die FAZ weiter. Dies wären 28 Mrd. Euro mehr als noch von der Bundesregierung angenommen. Würde das Rentenniveau wieder auf 50Prozent steigen, rechnet das IW sogar mit Mehrkosten von bis zu 52 Mrd. Euro.
"Die hohen Kosten belasten vor allem junge Beitragszahler", kritisierte IW-Forscher Jochen Pimpertz laut FAZ. "Da von einem höheren Versorgungsniveau alle Rentner mit Anwartschaften oberhalb der Grundsicherung profitieren, provoziert ein solches Instrument vor allem Mitnahmeeffekte. Die Anhebung des Rentenniveaus lässt sich daher nicht mit dem Ziel der Armutsprävention rechtfertigen", betonte der IW-Forscher. (vwh/td)
Bildquelle: Bankenverband
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