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Chinas Aufseher untersuchen Anbangs Immobiliendurst

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die chinesischen Investitionen in den US-Immobilienmarkt sind einer Studie zufolge über die Marke von 300 Mrd. US-Dollar gestiegen. Zwischen 2010 und 2015 erwarben Käufer aus der Volksrepublik Wohnungen und Häuser für 93 Mrd. Dollar und Gewerbeimmobilien für 17 Mrd. Dollar. Für die ebenfalls kaufreudige Anbang Insurance Group könnte das verlorene Bietergefecht um die Starwood-Hotels ein Nachspiel haben. Die chinesische Versicherungsaufsicht plant Medienberichten zufolge eine Untersuchung einzuleiten.
Obwohl der chinesische Versicherer Anbang überraschend seine Offerte über rund 14 Mrd. Dollar im April zurückzog, nehmen die Übernahme-Wirren um die US-amerikanische Hotelkette Starwood kein Ende. Das Newsportal caixin berichtet, dass die Versicherungsaufsicht (China Insurance Regulatory Commission – CIRC) ein Team in das Unternehmen entsenden werde, um diesen Vorfall näher zu untersuchen. Anbang weist den Bericht jedoch als Spekulation zurück.
In den letzten Jahren hat die in Peking ansässige Anbang das berühmte Waldorf Astoria in New York, den belgischen Versicherer Fidea, die niederländische Vivat, die südkoreanische Tongyang Life und die Fidelity & Guaranty Life aus den USA gekauft. Nach eigenen Angaben verfügte der Konzern Ende 2015 über ein Vermögen von umgerechnet 244 Mrd. Euro. Daran gemessen machen seine Auslandsinvestition angeblich nur 1,3 Prozent aus.
Eine jetzt vorgelegte Untersuchung der Beratungsfirma Rosen Consulting Group und der Asia Society bescheinigt, dass die Nachfrage von Investoren aus China rege bleiben wird. Inzwischen haben die Chinesen 300 Mrd. Dollar in den US-Immobilienmarkt gesteckt. Zudem investierten sie fast 208 Mrd. Dollar in hypothekenbesicherte Wertpapiere (MBS). Laut den Studienautoren hätten sie größere Budgets für den Immobilienerwerb als andere Käufer aus dem Ausland. (vwh/dg)
Bild: Anbang Head Office in Peking (Quelle: hy)
China · Anbang
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