Schlaglicht

Kunst-Barometer für die Aktienkurse

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Kunstauktionen von Sotheby's in New York gelten unter Branchenkennern gemeinhin als Leitindex für die eigene Branche. Seit Sonntag laufen nun die Versteigerungen mit Kunst des 20. und des 21. Jahrhunderts. Bislang sind allerdings nur zwei Drittel der angebotenen Werke verkauft worden. Beobachter sehen darin schon ein schlechtes Zeichen für die Aktien, berichtet das Handelsblatt.
So hätten allein der 62 Kunstwerke der glamourösen Abendversteigerung am 9. Mai laut Bericht mindestens 164,8 Mio. Dollar einspielen sollen. Allerdings wurde selbst die zurückhaltende Schätzung mit einem Umsatz von lediglich 41 Kunstwerken für 144,5 Mio. Dollar nach Angaben des Handelsblatt weit verfehlt. Zum Vergleich: 2015 konnte das Auktionshaus in New York noch 368,3 Mio. Dollar mit 64 Arbeiten einnehmen.
Die Gründe für die "Kunstblamage" sehen die geneigten Beobachter in der allgemeinen Konjunktur. So laufen die Kurse auf dem Aktien- und dem Spitzen-Kunstmarkt nahezu parallel, berichtet das Blatt weiter. Zudem spiele neben den Finanzmärkten auch politische Rahmenbedingungen eine gewichtige Rolle. So habe beispielsweise die geänderte Gesetzgebung zur Bestechung in China dazu geführt, dass weniger Kunstkäufer und – Investoren aus Asien sich bei soclh hochpreisigen Kunst-Versteigerungen beteiligen. (vwh/td)
Bildquelle: Helene Souza / pixelio.de
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