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Gewinn der Allianz steigt dank Sondereffekten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Allianz hat im ersten Quartal dank Sondereffekten ein deutliches Gewinnplus von 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Der Quartalsüberschuss belief sich zum Jahresbeginn auf 2,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,8 Mrd.). Das operative Ergebnis sank hingegen um 3,5 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,9 Mrd.). Der Umsatz sank um 6,4 Prozent auf 35,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 37,8 Mrd.).
In der Schaden- und Unfallsparte stieg Gewinn deutlich um zwölf Prozent auf 1,439 Mrd.Euro (Vorjahr: 1,285 Mrd.). Der Gewinnsprung resulierte dabei vor allem aus der niedrigen Schadenbelastung durch Naturkatastrophen. Die Bruttoprämien sanken leicht um 0,5 Prozent auf 17,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 17,3 Mrd.). Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 93,3 Prozent (Vorjahr: 94,6 Prozent). "Der Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung setzte seinen Erfolgskurs vom letzten Jahr mit sehr guten Ergebnissen fort. Das Segment trug in diesem Quartal mehr als die Hälfte zum gesamten operativen Ergebnis der Gruppe bei", kommentierte Finanzvorstand Dieter Wemmer.
In der Lebens- und Krankenversicherung sank der Gewinn um 16,0 Prozent auf 927 Mio. Euro (Vorjahr: 1,104 Mrd.). Die Bruttobeitragsprämien sanken um 11,4 Prozent auf 16,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 18,8 Mrd.). Der Neugeschäftswert stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2015 auf 367 Mio. Euro im ersten Quartal. Dies entspricht einem Anstieg von 36,7 Prozent.
"Das erste Quartal 2016 ist das dritte Quartal in Folge mit gesunden und stabilen Neugeschäftsmargen. Die Einführung von neuen kapitaleffizienten Produkten wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 2015 wirksam und setzte sich im ersten Quartal 2016 fort", kommentierte Wemmer. "Preisanpassungen bei traditionellen Produkten und die Einführung neuer kapitaleffizienter Produkte halfen, die Profitabilität des Neugeschäfts in Europa und in den Vereinigten Staaten zu verbessern", so der Finanzvorstand.
Die Asset-Management-Sparte mit der Allianz-Tochter Pimco erzielte im ersten Quartal einen Gewinn von 463 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 16,5 Prozent (Vorjahr: 555 Mio.). Das verwaltete Vermögen sank aufgrund negativer Währungseffekte um 34 Mrd. auf 1.242 Mrd. Euro. Gleichzeitig sanken die Nettomittelabflüsse Dritter auf neun Mrd. Euro (Vorjahr: 62 Mrd.).
Vorstandschef Oliver Bäte setzt die Lebensversicherer in den einzelnen Länder unter Druck. So sollen diese bis 2018 auf eine Eigenkapitalrendite von mindestens zehn Prozent kommen, um weiterhin eine Zukunft im Konzern zu haben, berichtet das Handelsblatt. Wie ernst es ihm dabei ist, zeigt der Verkauf von rund 80.000 Lebensversichersungspolicen in Taiwan, bei denen die Allianz ihren Versicherten in der Vergangenheit Zinsen über vier Prozent und mehr garantiert hatte.
Übernommen wurde der Bestand von der Taiwan Life Insurance für einen Taiwan-Dollar. Dabei habe der Versicherer auch einen kleinen dreistelligen Millionenverlust in Kauf genommen. Bereits Anfang April hatte die Allianz ihre Tochter in Südkorea an den chinesischen Versicherer Anbang verkauft. (vwh/td)
Bild: Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte (Quelle: Allianz)
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