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Munich Re leidet unter Ergo

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Munich Re ist mit einem Quartalsgewinn von 436 Mio. Euro in das Jahr 2016 gestartet. Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn des Münchner Rückversicherers noch bei 790 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet die Munich Re mit einem Gewinn von lediglich 2,3 Mrd. Euro. Bislang war das Unternehmen von einer Gewinnspanne zwischen 2,3 bis 2,8 Mrd. Euro ausgegangen. Ein wesentlicher Grund für den Gewinnrückgang sieht der Rückversicherer vor allem in der Belastung durch das Geschäft der Ergo.
Wie der Rückversicherer am Dienstag mitteilte, betrug das Ergebnis in der Rückversicherungssparte 445 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 668 Mio.). Die gebuchten Bruttobeiträge sanken um 3,9 Prozent auf 6,733 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 7,009 Mrd.). Im Lebens-Rückversicherungsgeschäft lag das Konzernergebnis bei 20 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 70 Mio.). In der Schaden- und Unfallrückversicherung erzielte die Munich Re im ersten Quartal ein Ergebnis von 425 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 598 Mio.). Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 88,4 Prozent (Vorjahreszeitraum: 92,3 Prozent). Für das Gesamtjahr erwartet die Munich Re eine Schadenquote von 95 Prozent.
Die Schadensbelastung durch Großschäden lag im ersten Quartal bei 100 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 255 Mio.). Ergo verzeichnete im ersten Quartal einen Verlust von 25 Mio. Euro. Das operative Ergebnis fiel um 11,6 Prozent auf 192 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 217 Mio.). Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallsparte stieg im gleichen Zeitraum auf 98,6 Prozent (Vorjahreszeitraum: 98,1 Prozent).
"Das Ergebnis des ersten Quartals liegt unter unserer Erwartung. Die ersten drei Monate waren zwar geprägt von einer zufallsbedingt unterdurchschnittlichen Belastung durch Großschäden. Allerdings hatten wir hohe Belastungen bei unserem Kapitalanlageergebnis zu verkraften", kommentiert Finanzvorstand Jörg Schneider die Quartalsergebnisse des Rückversicherers. "Die Gewinneinbußen im ersten Quartal dämpfen unseren Optimismus für das Jahresergebnis. Zunehmend deutlich zeichnen sich hohe Aufwendungen für die Umsetzung des Ergo-Strategieprogramms ab. Deren Betrag steht noch nicht fest, aber Ergo wird voraussichtlich kein positives Jahresergebnis ausweisen", so Schneider. (vwh/td)
Bild: Jörg Schneider, Finanzvorstand der Munich Re (Quelle: Munich Re)
Munich Re · Rückversicherer
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