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"Wir sparen nicht bei Kundenberatern, sondern in der Vertriebsunterstützung"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Stellen abbauen, Anzahl der Leben-Produkte senken, gleichzeitig ein neues Kfz-Programm auflegen und in Digitalisierung investieren, dieses Sanierungsprogramm verkündet Talanx-Deutschland-Chef Jan Wicke im Vorfeld der morgigen Hauptversammlung. "Wir haben unterschiedliche Kostenquoten innerhalb der Gruppe. Sehr gute bei Targo und Neue Leben, bei HDI Sach und HDI Leben sieht es schwieriger aus. Da werden wir manches straffen müssen."
Im Jahr 2020 sollen die Kosten über alle Bereiche um 240 Mio. Euro niedriger liegen. Neben dem angekündigten Stellenabbau will der Deutschland-Chef der Versicherungsgruppe Talanx das Produktangebot reduzieren und Effizienzgewinne durch Digitalisierungsmaßnahmen erreichen. "Das führt dann kurzfristig zu höheren, langfristig aber zu deutlich geringeren Kosten", sagt Jan Wicke dem Kölner Stadt-Anzeiger.
"Wir werden unser Kfz-Programm ersetzen durch ein neues, das in Bezug auf Digitalisierung Maßstäbe setzen wird. Wir überarbeiten die Online-Verkaufsstrecke auf HDI.de und haben eine Schaden-App fertiggestellt, mit der ein Kunde nach Anleitung einen Schaden fotografieren und online einreichen kann. Das geht auch bei Schäden in der Hausrat- oder der Wohngebäudeversicherung, die Haftpflicht ist ebenfalls eingeschlossen", erklärt der Deutschland-Chef der Talanx Gruppe.
Vor dem Hintergrund der Niedrigzinsen macht er sich keine Sorgen um das Produkt Lebensversicherung. "Allein durch die Überalterung der  Gesellschaft wird die staatliche Altersvorsorge nicht mehr ausreichen, also braucht man eine private Vorsorge. Und zwar unabhängig davon, ob die Zinsen bei fünf, null oder sogar minus einem Prozent liegen", sagt Wicke. (vwh/dg)
Bild: Jan Wicke, Vorstandsvorsitzender der Talanx Deutschland AG (Quelle: Talanx)
Talanx · Digitalisierung
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