Schlaglicht

Schwarze Schafe der Branche

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Auch wenn die öffentliche Wahrnehmung oft eine andere ist – bei "Irreführung, mangelnder Transparenz und Verletzung von Informationspflichten" liegen Finanzdienstleister nicht vorne. Von rund 12.000 Beschwerden und Anfragen an die Wettbewerbszentrale 2015 wegen unlauteren Wettbewerbs entfielen auf die Finanzbranche (Versicherungen, Versicherungsvermittler, Finanzdienstleister und Banken) nur 124 (147) Vorgänge.
Damit belegen die Finanzdienstleister nur Platz 17; auf jeweils mehr als 1.000 Fälle kommen wie im Vorjahr die Gesundheitsbranche sowie Versteigerungsplattformen. Zu berücksichtigen ist bei der Beurteilung dieser Schlusslicht-Position allerdings, dass die Mehrzahl aller Beschwerden bei der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs Frankfurt am Main von Unternehmen und ihren Wirtschaftsverbänden eingehen – und die Marktkontrolle durch Wettbewerber und Verbände in verschiedenen Wirtschaftszweigen unterschiedlich hoch ist.
Für den Bereich "Versicherungen/Vermittler" mahnt die Wettbewerbszentrale wie in den Vorjahren wieder drei Sachverhalte an: Fehlende Registrierung von Vermittlern bei der Industrie- und Handelskammer, Werben mit dem Bafin-Logo sowie irreführende Bezeichnung "Versicherung" ohne Risikoträger zu sein.
Den Fall eines Versicherungsmaklers, der seine Beratungsdienste zu Versicherungsverträgen im Internet mit dem Hinweis "Bafin geprüftes Vertriebskonzept" und einem der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ähnlichen Logo bewarb, hat die Wettbewerbszentrale bis vor das Landgericht Erfurt gebracht. Da die von der Bafin durchgeführte Prüfung der möglichen Erlaubnispflicht der Tätigkeit des Versicherungsmaklers nach dem Kreditwesengesetz (KWG) mit dessen eigentlicher Tätigkeit und angebotenen Versicherungsprodukten nichts zu tun hatte, hatten die Wettbewerbshüter den Makler zunächst um die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung gebeten. Nachdem dieser dies verweigerte, war die Klage erhoben worden, die mit einem Anerkenntnisurteil des Maklers vom 04.11.2015 (Az. 1 HK O 90/15) endete. (lie)
Bild: Hermann/ pixelio
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