Schlaglicht

Fair Play durch Compliance

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Fundamentale Risiken gehören in Menschenhand. Denn nicht zuletzt Compliance ist ganz nah am Geschäft. Im Fall des Verstoßes kommt dies zur besonderen Geltung. Bei der Commerzbank wird ein "mieser Start" durch aktuelle Enthüllungen womöglich potenziert.
Interne Kontrollsysteme geraten hier in den Fokus. Durch fragwürdige Aktiengeschäfte der Commerzbank sind dem Staat aktuellen Berichten zufolge Steuereinnahmen in Millionenhöhe entgangen. Geldpolitik und niedrige Zinsen hatten das Geschäft zum Jahresbeginn auch so schon eingedampft.
Compliance-Officer, Aufsichtsräte und Risikomanager sind jetzt gefragt. "Eine bewusste Risikokultur im Unternehmen aufzubauen, ist wie ein Kind großzuziehen", erklärt Thomas Wilson, Chief Risk Officer von Allianz Global. "Weil Kinder irgendwann das Elternhaus verlassen werden, achtet man darauf, dass sie ihren eigenen Wertekanon entwickeln – zwischen Richtig und Falsch entscheiden. Manager sollten nicht nur über das richtige Handeln reden, sondern es vorleben." Nur mit Compliance als Management-Regelsystem wird ein faires Wettbewerbsklima geschaffen.
Und hier ist menschliche Intelligenz unverzichtbar. Davon ist Philosoph Luciano Floridi überzeugt. Fundamentales Risiko ist, der Versuchung nachzugeben, an Maschinen zu deligieren. (siehe MÄRKTE)
Banken bringen schon 0,5 bis 2,0 Prozent der Mitarbeiterkapazitäten (FTEs) in Compliance ein, wohingegen es bei den Versicherungsunternehmen bisher nur 0,02 bis 0,05 Prozent sind. Ansätze für praxisorientierte Compliance liefert hier auch die Wettbewerbszentrale. (siehe DOSSIER) (vwh/ku)
Bildquelle: S.Hofschlaeger/ pixelio
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