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AIG: Too big for quick wins

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wie systemrelevant ist die AIG, wenn sie mit ihren Zahlen das dritte Quartal in Folge die Erwartungen der Börsianer verfehlt? Unterm Strich steht ein Minus von 183 Mio. Dollar nach einem Gewinn von 2,5 Mrd. Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Der einst weltgrößte Versicherer führte den Verlust auf einen Rückgang bei den Anlagerenditen und den Prämieneinnahmen zurück. Das operative Geschäft leidet noch immer unter der Rettung der US-Regierung.
Nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers 2008 geriet auch AIG in Schieflage und wurde von der US-Regierung mit 182 Mrd. Dollar an Steuergeldern vor dem Aus gerettet. Das Geld hat das Unternehmen inzwischen zurückgezahlt. Konzernchef Peter Hancock gab die Devise aus, AIG wieder zum global meist geschätzten Versicherer zu formen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.
Das Betriebsergebnis fiel um 54 Prozent auf 773 Mio. Dollar. Der breit aufgestellte Konzern musste in der Sparte Property Casualty einen Rückgang der geschriebenen Prämien um 15 Prozent auf 4,3 Mrd. Dollar und eine Halbierung des Anlageergebnisses auf 0,58 (1,0) Mrd. Dollar verbuchen. Im Hypothekengeschäft, das als Randaktivität erscheint, wurde der Betriebsgewinn um ein Achtel auf 163 Mio. Dollar verbessert. Konsumkredite  erwirtschafteten einen Betriebsgewinn von 0,46 (0,80) Mrd. Dollar. Der Abrieb der Prämieneinnahmen bei den Personenversicherungen betrug vier Prozent (2,8 Mrd. Dollar).
Carl Icahns Foderung nach einer Zerlegung des Versicherers scheint angesichts der vorgelegten Quartalszahlen berechtigt. Seiner Meinung nach ist AIG too big to succeed. (vwh/dg)
Bildquelle: AIG
AIG · Peter Hancock
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