Schlaglicht

Milliardenschäden durch Produktpiraterie

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Den deutschen Maschinenbauern ist im vergangenen Jahr ein Umsatzschaden durch Produktpiraterie in Höhe von rund 7,3 Mrd. Euro entstanden. Dies geht aus einer Studie des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hervor, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus Online. Dabei seien etwa 70 Prozent der Mitgliedsunternehmen (2014: 71 Prozent) durch von Markenpiraterie betroffen.
Auch wenn der Schaden 2015 im Vergleich zum Vorjahr um geschätzte 600 Mio. Euro zurückgegangen ist, sei das "Problem aber nicht kleiner geworden", betonte Steffen Zimmermann, Geschäftsführer Produkt- und Know-how-Schutz beim VDMA, am Mittwoch auf der Hannover Messe. Ein Großteil der Plagiate stammt dabei aus China.
Mit 83 Prozent ist die Zahl der Nennungen auf einen neuen Höchstwert geklettert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von elf Prozent. Auf Platz zwei folgen erneut Plagiate aus Deutschland mit 24 Prozent der Nennungen. Dies entspricht einem Plus von einem Prozent. Auf Rang drei liegt Indien mit 19 Prozent der Nennungen.
Insgesamt 48 Prozent der Befragten sehen durch die Plagiate vor allem den Anlagenbetrieb gefährdet. 39 Prozent berichten laut Studie von Gefahren für den Menschen selbst, beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie oder bei Industriearmaturen. Die am stärksten betroffenen Branchen sind laut VDMA Motoren und Systeme sowie Kunststoff- und Gummimaschinen mit jeweils 92 Prozent, gefolgt von den Textilmaschinen mit 91 Prozent. (vwh/td)
Bildquelle: Dieter Poschmann / pixelio.de
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