Köpfe & Positionen

Versicherer 4.0: "Alter Wein in neuen Schläuchen"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zu einem "nicht unerheblichen Teil wird alter Wein in neuen Schläuchen verkauft", erklärt Debeka-Chef Uwe Laue zum aktuellen Stand in der Digitalisierungsdebatte. "Seit Jahrzehnten werden Innovationen der Informatik genutzt, um die menschliche Arbeitskraft durch IT zu substituieren. Dies wird sich auch weiter fortsetzen."
"Wirklich neu beim Thema Digitalisierung ist die dadurch induzierte Veränderung unseres Verhaltens", sagt Uwe Laue. "Sie ist nicht nur die Basis für völlig neue - disruptive - Geschäftsmodelle, sie verändert auch die Kundenerwartungen, unabhängig von der Branche, nachhaltig."
Die öffentliche Diskussion zum Thema Digitalisierung verläuft in den Augen von Laue selten strukturiert und sachgemäß, "weil klare Definitionen für die unterschiedlichen Ausprägungen von Digitalisierung fehlen."
Neue Wortschöpfungen mit dem Suffix „4.0“, wie Industrie 4.0, Wirtschaft 4.0 oder Arbeit 4.0 brächten hier weder Ordnung noch Klarheit in das Thema, eher verwirren sie zusätzlich.
Alternativlos ist für Uwe Laue aber die Konzentration auf die Serviceerwartungen des Kunden. "Die Adaption des digitalen Konsumentenverhaltens aus den Erfahrungen mit Amazon, Google und Co. ist keine Option, sondern Hygienefaktor, dem die Versicherungswirtschaft Rechnung tragen muss."
Ob sich aus der Integration mobiler Endgeräte in die Geschäftsprozesse der Versicherer und entsprechender Multikanallösungen neue Geschäftsmodelle in der Versicherungswirtschaft etablieren, "bleibt abzuwarten." (vwh/ku)
Bild: Debeka-Chef Uwe Laue. (Quelle: vwh)
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