Schlaglicht

Kein Schadensersatz durch Ärzte nach Winnenden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Ärzte und Therapeuten des Amokläufers von Winnenden müssen keinen Schadenersatz für die Opfer der Tat mit 16 Toten zahlen. Damit wies das Landgericht Heilbronn eine Klage des Vaters von Tim K. am gestrigen Dienstag ab. Demnach hätten die Psychologen des späteren Amokläufers die Bluttat nicht vorhersehen können, urteilten die Richter.
Der Vater des Jungen hatte gegen Ärzte und Therapeuten der Psychiatrischen Klinik am Weissenhof in Weinsberg geklagt und argumentiert, sie hätten die Gefährlichkeit des Jungen erkennen können sowie ihn und seine Frau warnen können, berichtet der Südwestrundfunk (SWR). Laut Gutachten gebe es zudem keine denkbare Diagnose, die eine solche Tat auch nur erahnen lasse. Die Ursache für die Tat sehen Gutachter und Richter zudem einzig im freien Zugang zu Waffen im Elternhaus des Täters.
Mit der Klage wollte der Vater von Tim K. zudem erreichen, dass die Ärzte und Therapeuten die Hälfte des Schadenersatzes übernehmen, den er an Opfer, Hinterbliebene, die Stadt Winnenden und die Unfallkasse Baden-Württemberg zahlen muss. Das Gericht selbst beziffert den Schaden auf etwa vier Mio. Euro. (vwh/td)
Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de
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