Schlaglicht

Fusionsgespräche mit dem Fuß auf der Bremse

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Bei den Sparkassen flammen die Diskussionen über Fusionen wieder auf. Die Landesbausparkassen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schließen sich zusammen. Das könnte auch den Fusionen bei den Versicherern neuen Vorschub geben.
Von Christoph Baltzer.
Jeder redet mit jedem. Mit einer neuen Generation von Managern an der Spitze bekommen die Gespräche über ein engeres Zusammenrücken der Öffentlichen Versicherer neuen Schub. "Ich bin kein Gegner von Fusionen", sagte Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl gestern in Stuttgart. Er leitet seit zwölf Jahren die Sparkassenversicherung. Der öffentlich-rechtliche Versicherer mit dem S der Sparkassen im Namen agiert in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und in Nassau, das zu Rheinland Pfalz gehört. Der Name könnte Programm für das Lager der Sparkassen-Versicherer sein. Wären da nicht die regionalen Widerstände (siehe UNTERNEHMEN).
Das Thema "Sparkassen und Kommunen" steht ganz oben auf dem Sparkassentag (PDF), der am Mittwoch in Düsseldorf beginnt. Hannelore Kraft wird dort sprechen und Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon. Beim Ausloten der Fusionen handelt es sich um eine Diskussion mit Langzeitperspektive. "In den nächsten zwei bis drei Jahren werden die Diskussionen intensiver", sagt Wolff von der Sahl, der am vergangenen Donnerstag sein 60. Lebensjahr vollendete. "Unsere Eigner führen keine Gespräche." Generell seien die Öffentlichen Versicherer schließlich "ganz gut aufgestellt."
Mit 20,6 Mrd. Euro Beitragseinnahmen (2014) kommen die Versicherer der Landschaften und Sparkassen auf einen Marktanteil von knapp 11 Prozent. Elf Versicherer zählt das Lager noch. In vielen Regionen hat man sich zusammengeschlossen, ohne dass die regionalen Marken (Saarland, Feuersozietät) verschwunden sind. Doch das ist fast immer erst dann geschehen, als die finanzielle Situation keine andere Wahlmöglichkeit mehr bot. So groß wie während der großen Versicherungskrise 2002/2003 ist die Not noch lange nicht. (ba)
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Weitere Themen im Blick von VWheute:

In seltener Einigkeit plädieren Branche und Politik für eine schnelle und mutige Reform der betrieblichen Altersversorgung (bAV) in Deutschland. Im Zentrum der Diskussion auf der aba-Jahrestagung standen erwartungsgemäß die beiden vom Bundesfinanz- und vom Bundesarbeitsministerium in Auftrag gegebenen Gutachten zur Reform der bAV, die zeitgleich am 15. April 2016 veröffentlicht worden waren.
Die Vorgaben der IDD-Vermittlerrichtlinie scheinen die Versicherer nicht sonderlich zu fordern – zumindest was die Herausforderungen für die IT-Infrastruktur angeht. Fast die Hälfte der Unternehmen hat höchstens 500.000 Euro für die Umsetzung angesetzt. Die Mehrheit will unter einer Mio. Euro bleiben. Vertriebsexperte Sascha Däsler von der PPI AG warnt vor bösen Überraschungen.
Die Barmenia und die Johanniter-Unfall-Hilfe bieten ab sofort mit der “PflegeSofort” einen neuen Pflegeversicherungstarif an. Der Tarif setzt nach Unternehmensangaben eine vereinfachte Gesundheitsprüfung voraus und könne zudem online abgeschlossen werden. Dabei liege der Fokus laut Barmenia auf der praktischen Unterstützung für die Betroffenen und ihrer Angehörigen zur Entlastung des Pflegealltags.
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