Köpfe & Positionen

"Die Rente hat im Wahlkampf nichts zu suchen"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Freiburger Finanzwissenschaftler und Vorsorgeexperte Bernd Raffelhüschen propagiert die "Überwindung von ökonomischen Analphabetismus" angesichts der Rentendebatte. Sein Appell im Deutschlandfunk: "Der Rente geht es immer gut, wenn die Politik die Finger davon lässt."
"Die Rente hat im Wahlkampf nichts zu suchen", warnt Raffelhüschen. Der Generationenvertrag funktioniert in seinen Augen: "Wir haben eine sehr, sehr gute Basisversorgung im Alter, die vollkommen sicher ist. Unsere Rentenversicherung ist gut strukturiert. Sie hängt davon ab, wie viel man einzahlt, und wer nicht viel einzahlt, kriegt nicht viel. Das ist unser System. Seit 100 Jahren oder seit über 100 Jahren hat sich das bewährt."
Von einer aktuell kolportierten Altersarmut will er nichts wissen: "Die Alten sind diejenigen als Altersgruppe, die am wenigsten überhaupt von Armut bedroht sind. Die Altersarmut wird von drei Prozent heute, das niedrigste, was wir jemals gehabt haben, vielleicht sich auf fünf Prozent nach oben schrauben."
Dass Riester wie von Horst Seehofer (CSU) behauptet gescheitert ist, davon will Raffelhüschen nichts wissen. "Man sollte gut aufpassen, dass der Riester-Kontrakt, den man da zeichnet, im Prinzip gemischt refinanziert ist." Und hier sieht er jeden einzelnen in der Verantwortung, den ökonomischen Analphabetismus zu überwinden. (vwh/ku)
Bild: Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen. (Quelle: Uni Freiburg/Raffelhüschen)
Rente · Raffelschüschen
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