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Generation Y: Automatisches Sparen mit Opting-Out

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nur 35 Prozent der Jugendlichen zwischen 17 und 27 Jahren sparen regelmäßig für ihre Altersversorgung. Als "zutiefst besorgniserregend" bezeichnet Metallrente-Geschäftsführer Heribert Karch die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung. Überraschend indes: Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wünscht sich die Mehrheit automatische Sparregelungen mit Opting-Out.
Die Jugend hat zu wenig Vertrauen in die staatlich geförderten Modelle zusätzlicher Altersvorsorge, zu wenig Geld dafür oder beides, stellt eine aktuelle Studie der Metallrente fest. "Die Generation Y zweifelt immer mehr an der privaten Vorsorge", stellt Jugendforscher Klaus Hurrelmann fest. "Nur 35 Prozent aller Jugendlichen sparen regelmäßig für ihre Altersversorgung. Dabei erstaunt der Realitätssinn der jungen Leute. Ihnen ist klar, dass die Vorsorge-Angebote und die jetzigen Rahmenbedingungen kein angemessenes Leben im Alter sichern."
Heribert Karch ergänzt: "Die junge Generation wird immer mehr zur prekären Generation der Rentenpolitik. Die Staatsausgaben für die Altersversorgung in Deutschland befinden sich gemeinsam mit Polen, Spanien und Slowenien am Rande des oberen Drittels aller OECD-Staaten. Dennoch liegen die Lohnersatzraten - also das Verhältnis der Rente zum vorherigen aktiven Einkommen - in der Bundesrepublik am unteren Ende dieser Länder. Statt Generationen-Gerechtigkeit haben wir Unsicherheit. Es muss endlich gegengesteuert werden."
Die junge Generation will das Leben zunächst genießen und spart auch deswegen weniger für das Alter. So stieg der Anteil der jungen Sparer, die das "voll und ganz" so sahen, von 45 Prozent im Jahr 2010 auf 50 Prozent im Jahr 2016.
"Zu wenige Teilnehmer, zu wenig Geld und bald zu spät", auf diese Formel bringt Karch die Situation in der betrieblichen Altersvorsorge. Alle Länder aber, die als erfolgreich bei der Altersversorgung gelten, wie etwa Dänemark oder die Niederlande, hätten einen Kern aus zwei Säulen: Staat und Betrieb. Deshalb müsse man auch in Deutschland endlich die Bedingungen für die betriebliche Altersversorgung verbessern.
65 Prozent stimmen automatischen Sparregelungen zu. Wenn so eine Sparregel mit einer Ausstiegsmöglichkeit (Opt-out) und einer Bezuschussung kombiniert wird, steigt die Zustimmungsrate sogar auf 89 Prozent. (vwh/ku)
Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de
Altersvorsorge · Generation Y
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