Märkte & Vertrieb

Altersvorsorge stärker am Einzelnen ausrichten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Produkte der Neuen Klassik oder Indexpolicen dürften in der Zeit der Niedrigzinsphase noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. "Die Versicherer sollten stark überlegen, ob es mehr Sinn macht, ein Risikoprofil über den gesamten Versicherungspool oder am Einzelnen auszurichten," sagte Roland Domann, Managing Director von Blackrock auf einer Fachtagung der Citigroup.
Die Risikotragfähigkeit der Versicherten werde von den Produktentwicklern bisher nicht berücksichtigt. Domann plädiert für Garantien, die an die jeweilige Lebensphase des Versicherten angepasst würden. Ein Berufseinsteiger benötige eine geringere Beitragsgarantie als ein Arbeitsnehmer, der kurz vor dem Renteneintritt stehe.
Auch in der Rentenphase sollten stärker Ertragschancen wahrgenommen werden, in dem das zu verrentende Kapital aufgeteilt wird in Beträge für sofort beginnende Annuitätenzahlungen und spätere Leibrenten. Was den Rentenbezug betrifft, bietet die Axa seit einiger Zeit einen solch unterteilten Tarif an (siehe DOSSIER).
Zudem rät er Garantien über den Kapitalmarkt zu kaufen, weil dies unter Berücksichtigung der Eigenkapitalkosten letztlich preiswerter sei. Die Kosten seien für die Kunden ein großes Thema, betonte er und verwies auf die Entwicklung der Sparpläne, die zum Zwecke der Vorsorge geschlossen würden, und "an Bedeutung gewinnen". In Sparpläne, die oft in preisgünstige ETF investieren, flössen monatlich 40 Mio. Euro. Sie kämen schon auf einen Bestand von acht Mrd. Euro. (lie)
Bildquelle: Monika Lier
Citigroup
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