Köpfe & Positionen

"Erfolgreiche CEO's sind leidenschaftlich"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Initiative, Analytik und Empathie bilden die DNA erfolgreicher Vorstandschefs. Gleichzeitig sind der Mut und der starke Wille, Dinge voranzutreiben, das deutlichste Unterscheidungsmerkmal im Vergleich mit Managern der zweiten und dritten Führungsebene. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der Personalberatung Russell Reynolds Associates unter 900 CEOs.
Dabei zeige sich die erste Eigenschaft vor allem in einer größeren Befähigung, bestehende Chancen zu ergreifen, sowie in der stärker ausgeprägten Bereitschaft, ein kalkuliertes Risiko einzugehen. Gleichzeitig zeichnen diese sich durch eine ausgeprägte Belastbarkeit und einen starken Eigenantrieb, so die Studie. Aufgrund der stärkeren Logikfähigkeit denken Vorstandschefs zudem auch eher "out of the box". Sie entwickeln in Zeiten von Big Data und globalen Netzwerken auch ohne vollständige Information eigene Standpunkte und können diese klar kommunizieren, so die Studienautoren. Die dritte Eigenschaft bestehe vor allem darin, andere durch Empathie für sich einnehmen und für andere Vorhaben gewinnen zu können.
Besonders erfolgreiche Vorstandschefs heben sich laut Untersuchung durch eine starke Priorisierung strategisch bedeutsamer Themen von anderen Kollegen ab. Dabei ergebe sich ihre Effizienz auch daraus, dass sie Situationen schneller einordnen als ein durchschnittlicher CEO und auftretende Probleme deutlich besser im Blick behalten. Zudem zeichneten sie sich zudem durch eine besonders hohe intrinsische Motivation und Leidenschaftlichkeit sowie den stärkeren Drang aus, Projekte schnell und zielgerichtet voranzubringen.
Ein Manko laut Studie sei allerdings der Umstand, dass sich die Vorstandsvorsitzenden börsennotierter Konzerne im Vergleich zu CEOs nicht börsennotierter Unternehmen beim Thema Eigenmarketing tendenziell unwohler fühlen. Besonders charakteristisch ist dabei nach Ansicht der Studienautoren ein schwierig zu durchschauendes Pokerface.
"Gerade im Umgang mit neuen Medien und der globalen Vernetzung ist der bedachte Umgang mit Informationen ein immer wichtigeres Differenzierungsmerkmal. Für die Finanzmarktkommunikation ist ein realistisches Erwartungsmanagement eine zentrale Anforderung", kommentiert Joachim Bohner, bei Russell Reynolds zuständiger Managing Director für Leadership und Assessment. "Unsere psychometrischen Daten verdeutlichen, dass insbesondere die CEOs börsennotierter Unternehmen darauf trainiert sind, ambitionierte, aber erreichbare Ziele zu proklamieren und häufiger auf Schönfärberei zu verzichten", so Bohner. (vwh/td)
Bildquelle: Uwe Steinbrich / pixelio.de
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