Unternehmen & Management

Altsysteme behindern Produktentwicklung bei Versicherern

Von Rafael KurzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Alte Kernsysteme in der IT sollten bei Versicherern so rasch wie möglich gegen neue ausgetauscht werden. Davon sind die Experten von Sollers Consulting überzeugt. Denn alte IT behindere nicht nur die Produktentwicklung und Flexibilität im Service. Auch werde es zunehmend schwerer, geeignete Mitarbeiter zur aufwändigen Pflege von Altsystemen zu finden.
"Alte Systeme sind ausgerichtet auf Schema F. Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Realität zählt ein flexibler Ansatz. Sogar die größten Firmen bemerkten die Notwendigkeit von Customizing und Flexibilität wie beispielsweise Ford, der zuerst nur schwarze Autos produzierte", erklärt Sylwester Dmowski, Senior Consultant bei Sollers Consulting.
Neue, flexible Systeme punkten gerade auch im Kundenservice. Sie lassen einfacher Änderungen zu. Zudem erleichtern sie das Personalisieren von Diensten (z.B. Art der Zahlung, Abrechnungen, spezielle Kundenservice-Ansätze für besondere Kunden).
Die Arbeit in alten Systemen sei hier äußerst zeitaufwendig. Für die Einführung neuer Produkte würden allein in der IT einige Monate anfallen. Der Austausch ist mit großen, allerdings laut Dmowski auch mit rentablen und vor allem zukunftsweisenden Investition verbunden. Sollers Consulting stellt fest, dass diesem Ansatz zusehends gefolgt werde: Die Anzahl der Projekte im Nicht-Leben Bereich in Europa, die einen Systemwechsel zum Ziel habe sich jüngst verdoppelt. (vwh/ku)
Bildquelle: Rainer Sturm/ pixelio
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