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Wiener Städtische wächst weiter

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Wiener Städtische hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 ein weiteres Wachstum verbucht. Wie der Versicherer am Dienstag mitteilte, stiegen die Prämieneinnahmen um zwei Prozent auf insgesamt rund 2,4 Mrd. Euro. Die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) blieb trotz Großschäden stabil bei 92,8 Prozent. Die Aufwendungen für die gesamten Versicherungsfälle stiegen nach Unternehmensangaben um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 1,8 Mrd. Euro.
Die beiden größten Schadenfälle waren für den österreichischen Versicherer die Unwetter in Kärnten mit Hagelschauern und Gewittern sowie die Amokfahrt eines 26-jährigen Mannes in Graz am 20.Juni 2015, bei dem drei Menschen getötet und 36 verletzt wurden. Dabei beziffert wie Wiener Städtische die Schadenshöhe für die Unwetter im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Leistungen für Hinterbliebene und Verletzte durch die Amokfahrt beliefen sich laut Versicherer auf insgesamt sechs Mio. Euro.
In der Schaden-und Unfallversicherung lagen die ausbezahlten Leistungen 2015 aufgrund der beiden Großereignisse mit 708,9 Mio. Euro laut Versicherer demnach um 9,4 Prozent höher als im Jahr davor. In der Lebensversicherung zahlte die Wiener Städtische 891,9 Mio. Euro aus. Dies entspricht einem Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Krankenversicherung stiegen die Leistungen um 2,8 Prozent auf insgesamt 222,6 Mio. Euro.
Dank neuer Produkte stiegen hingegen auch die Prämieneinnahmen in der Schaden-/Unfallversicherung um 3,4 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. In der Lebensversicherung blieb das Prämienaufkommen im Jahr 2015 stabil bei 793,8 Mio. Euro, so der Versicherer weiter. Dabei sei die staatlich geförderte Prämienpension vor allem von jüngeren Versicherten als Basisprodukt nachgefragt worden, so der Versicherer. In der Krankenversicherung stiegen die Prämien nach Unternehmensangaben um 3,4 Prozent auf 372,3 Mio. Euro. Als Prämientreiber erwiesen sich dabei laut Versicherer die Sonderklasse-Modelle mit Einbett-Zimmer-Aktion und das Produkt "WomanPlus", das sich speziell an Frauen richtete.
"2015 war kein einfaches Jahr für die Versicherungsbranche. Die Zinsen sind weiter gesunken, das Wirtschaftswachstum blieb gering und die Vorbereitungen auf Solvency II stellten eine erhebliche Belastung dar. Angesichts dieser Umstände bin ich mit der Entwicklung der Wiener Städtischen sehr zufrieden", kommentierte Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung, das Geschäftsergebnis für 2015. (vwh/td)
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