Politik & Regulierung

Schweiz: Mehr Beschwerden gegen Handyversicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In der Schweiz verzeichnet der Versicherungsombudsmann einen Rückgang an Eingaben um acht Prozent. Knapp 3.000 Anfragen und Beschwerden gingen bei der Ombudsstelle ein. 328 Beschwerdefälle führten zu einer Intervention beim Versicherer. Davon konnten 89 Prozent vor Jahresende abgeschlossen werden. Die Erfolgsquote der Interventionen betrug 66,6 Prozent, meldet der Schweizerische Versicherungsverband.
Der höchste Streitwert bei den Interventionsfällen betrug 400.000 Franken und der tiefste strittige Betrag 45 Euro. Den wichtigsten Schwerpunkt in der Tätigkeit der Ombudsstelle stellten wie in den Vorjahren die komplexen Beschwerdefälle im Bereich Personenversicherungen mit einem Anteil von 50 Prozent dar, bei denen überwiegend Leistungsablehnungen und -einstellungen durch Krankentaggeld- und Unfallversicherer zu prüfen waren.
Schwierig waren Vermittlungsfälle besonders häufig mit Rechtsschutz- sowie Reiseversicherern, wenn eine strenge Schadenpraxis mit hoher Anspruchshaltung von Versicherten aufeinanderprallte. Hier hatte sich die Ombudsstelle erstmals mit dem Internetportal eines Reiseversicherers zu befassen, weil dieses den Online-Abschluss ungültiger Versicherungsverträge zuließ.
Mobiltelefon-Versicherer waren häufiger Thema von Anfragen, bei denen es zu prüfen galt, ob der Versicherer zur vorgenommenen Leistungsablehnung wegen grobfahrlässiger Herbeiführung des Schadens am Smartphone durch die versicherte Person berechtigt war. (vwh/ku)
Bildquelle: Lupo / pixelio.de
Schweizerischer Versicherungsverband
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