Köpfe & Positionen

Digitalisierung: "Nicht alles wird sich ändern"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Klaus Driever, Leiter Digitaler Verkauf bei der Allianz, rät angesichts digitaler Herausforderungen zu mehr Besonnenheit. "Nicht alles wird sich ändern", erklärte er. Allerdings lohne sich ein genauer Blick auf die Entwicklungen. Denn "Menschen lieben Menschen", stellt er zum Versicherungsvertrieb fest.
Bei einer Keynote vor der Akademie der Deutschen Medien riet Klaus Driever angesichts digitaler Herausforderungen im Vertrieb, nicht in Panik zu verfallen. Er verdeutlichte die Vorzeichen für den Versicherungsvertrieb anhand folgender Effekte:
Noch immer überwiege der ROPO-Effekt beim Verkauf von Versicherungen. Produkte werden online begutachtet, aber offline gekauft. Dabei würden Kunden im Schnitt lediglich 33 Minuten zur Recherche aufwenden, bei Urlaubsreisen wären die aber fünf Stunden.
Hier führte er das Beispiel der Musikindustrie an: obwohl schon seit 20 Jahren der Kauf von Musik online angeboten wird, mache die online erworbene Musik – im Vergleich zu Tonträgern wie CD – heute nur 30 Prozent aus.
Der Abschluss einer Versicherungspolice bleibe eine Vertrauenssache, die Menschen gerne echten Menschen anvertrauen, wie der Blog Wissen in Bewegung Driever zitiert: "Menschen lieben Menschen." Hier könnten Vertreter punkten mit stark verbesserter Service-Qualität, was sich gerade in kurzen Antwortzeiten und hoher Antwortqualität bei Anfragen niederschlägt. "Gute Erreichbarkeit über die Sozialen Medien oder sogar ein WhatsApp-Service wird von Kunden einfach erwartet." (vwh/ku)
Bild: Klaus Driever, Leiter Digitaler Verkauf bei der Allianz und seit Januar auch Chef des Allianz-Direktversicherers Allsecur. (Quelle: Allianz)
Digitalisierung · Klaus Driever · Driever
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