Köpfe & Positionen

Überlebensfaktor Kapitalanlagen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"In einem Spannungsfeld zwischen der weiterhin anhaltenden Niedrigzinsphase und den zu erfüllenden Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen wird die Wahl einer richtigen Absicherungsstrategie und der passenden Asset-Klassen zu einem Wettbewerbs- sowie Überlebensfaktor für die Lebensversicherungs- und Versorgungswirtschaft“, stellt Alina Singer, Geschäftsführerin der Vers Leipzig fest. Alternative Anlagen sind allerdings kein Allheilmittel, auch wenn diese einen Beitrag zur Optimierung der Rendite-Risiko-Position leisten können, erklärt sie im Vorfeld einer Branchenveranstaltung.
„Es gibt kein allgemeingültiges Rezept. Die Anlageentscheidungen werden in der Regel ausgehend vom eigenen Risikoprofil, von den verfolgten Investitionszielen, der angestrebten Investmentstrategie und vom vorhandenen Know-how getroffen. Zudem werden die Handlungsmöglichkeiten durch erhebliche Anlagerestriktionen beschnitten, so dass die Versicherer nur ein überschaubares Risiko eingehen dürfen“, stellt sie außerdem fest.
Mit 1,5 Billionen Euro sind die Assets der Erstversicherer fast doppelt so schwer wie die Marktkapitalisierung der Dax30. Fakt ist: Laut aktueller GDV-Zahlen sind Versicherer immer noch relativ konservativ investiert. Festverzinsliche Wertpapiere dominieren auch weiterhin das Anlageuniversum, wobei auch hier ein leichter Anstieg bei den höher verzinsten Anleihen aus dem High-Yield-Segment zu verzeichnen ist. (siehe DOSSIER)
Singer: "Zudem werden alternative Assets (z. B. Investitionen in Erneuerbare Energien, Infrastruktur) als eine Möglichkeit gehandelt, einen Beitrag zur Optimierung der Rendite-Risiko-Position zu leisten. Das Anlagevolumen in diese Assetklassen steigt stetig. Unter anderem deren geringe Korrelation zu den traditionellen Anlageklassen, niedrige Volatilität und vergleichsweise attraktive Rendite sorgen für den Aufschwung. Zudem versucht auch die Politik, einen günstigen Rahmen für Investitionen in diesem Bereich zu schaffen. Jedoch sind sie allein kein Allheilmittel. Es kommt auf eine gesunde Mischung und Diversifizierung an."
Beim heutigen Leipziger Gesprächskreis „Asset Management“ in Wien dominieren alternative Anlageklassen die Agenda. Dabei geht um grundsätzliche regulatorische Anforderungen und deren Attraktivität und geeignete Anlageformate im Lichte der Solvency II. (vwh/ku)
Bild: Alina Singer, Geschäftsführerin der Vers Leipzig (Quelle: Vers Leipzig)
Kapitalanlage · Assetmanagement
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