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Flughafen-Katastrophe Düsseldorf: Streit um Schadenersatz läuft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
2.500 Menschen konnten gerettet werden, aber 17 Menschen starben, 88 wurden zum Teil schwer verletzt. Der Flughafenbrand von Düsseldorf vor genau 20 Jahren brachte auch die Schadensversicherer in die Bredouille. Allein in der Feuerversicherung konstatiert der GDV zum Jahresende 1996 einen Schaden von 360 Mio. DM.
Der Verband der Schadensversicherer VdS errechnete insgesamt mindestens 460 Mio Mark und damit einer der teuersten, die sich in den letzten 50 Jahren ereignet hätten, heißt es zur Jahresbilanz 1996.
Schweißarbeiten und gravierende Mängel beim Brandschutz waren der Auslöser der größten deutschen Katastrophe der Flughafengeschichte. Unzulässigerweise angebrachtes Dämm-Material war in Brand geraten. Die Folge: Eine gewaltige Rauch- und Feuerwalze, die am Nachmittag durch den Terminal rast.
Elf Angeklagte standen vor Gericht. Die Verfahren wurden 2001 nach Zahlungen zwischen sechs- und 40.000 Mark eingestellt. Der Nachweis eines direkten Verschuldens war nicht zu erbringen. Der Streit um den Schadenersatz läuft wie der WDR berichtet aber noch. Auch 20 Jahre danach muss noch geklärt werden, wie viel der Flughafen für die beim Brand zerstörten Gepäckprüfanlagen, Personenkontrollgeräte und die zerstörte Flughafenwache an das Land NRW zahlen muss. 15 Jahre nach dem Brand war dem Flughafenbetreiber die Hauptschuld an der Katastrophe zugewiesen worden. Das OLG Düsseldorf stellte dies in einem Verfahren zu Regressansprüchen von Versicherern in Höhe von 30 Mio. Euro fest. Insgesamt waren, wie die dpa 2011 meldet, nach dem Brand Regressforderungen in Höhe von 150 Millionen Euro gestellt worden. (vwh/ku)
Bildquelle: Kurt Michel/ pixelio
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