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Alte Leipziger-Hallesche nimmt Solvency ll mühelos

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Die Gesellschaften des Konzerns Alte Leipziger – Hallesche werden die Solvency ll-Anforderungen auch ohne Volatility Adjustment (VA) und Übergangsmaßnahmen erfüllen. Für den Lebensversicherer nannte Vorstandschef Walter Botermann in der Bilanzpressekonferenz eine Eigenkapitalquote von 172 Prozent auf Basis einer vorläufigen Solvency-ll-Berechnung zum Stichtag 29. Februar 2016.
Würden VA und Rückstellungstransitional in Anspruch genommen, käme die Alte Leipziger gar auf 435 Prozent. Die Hallesche Kranken kommt ohne Hilfsmittel auf eine Quote von 697 Prozent und mit auf 1.272 Prozent. Für die AL-Sach wird eine Solvenzquote von 200 Prozent (ohne Hilfsmittel) genannt.
Botermann sieht in diesen Werten eine Bestätigung einer schon seit 15 Jahre betriebenen Politik der Bilanzstärkung. Auch für 2015 stockte der Lebensversicherer das Eigenkapital um 75 Mio. Euro (2014: 95 Mio.) aus dem Brutto-Rohüberschuss von 487 Mio. Euro (2014: 482 Mio.) auf nunmehr 800 Mio. Euro auf. Die Hallesche erhöhte ihr Eigenkapital auf 309 Mio. Euro (2014: 294 Mio.).
Die Übergangsmaßnahmen hält er wegen ihres "stabilisierenden Faktor für sehr gut" und rechnet nicht damit, dass die Veröffentlichung dieser Werte etwa bei Ausschreibungen zur betrieblichen Altersvorsorge schon zur Marktbereinigung führe. "Das geschieht über den Nachweis gegenüber der Bafin, wie diese Lücken zu schließen sind." Auch wenn dazu 16 Jahre Zeit seien, gehe es doch bei den Betroffenen doch an die "Grundfeste".
Die Alte Leipziger wuchs 2015 um sieben Prozent auf 2,35 Mrd. Euro Beitrag, die Hallesche stagnierte nach nur geringen Beitragsanpassungen und einem Rückgang der Vollversicherten um ein Prozent bei 1,14 Mrd. Euro Prämie. (lie)
Bild: Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender der Alte Leipziger-Hallesche (Quelle: lie)
Solvency II · Alte Leipziger
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