Unternehmen & Management

Zahl der privat Krankenversicherten sinkt weiter

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Zahl der privat Krankenversicherten ist 2015 angesichts der Rekordbeschäftigung leicht um 0,5 Prozent oder 47.100 Versicherte auf 8,79 Millionen zurückgegangen. Damit fiel der Rückgang etwas geringer aus als im Vorjahr (2014: minus 0,6 Prozent), teilte der PKV-Verband am gestrigen Mittwoch in Berlin mit. Dennoch entwickelte sich die Gesamtzahl an Versicherungen in der PKV laut Verband 2015 weiter positiv.
Demnach stieg die Zahl der privaten Krankenzusatzversicherungen im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf 24,77 Millionen. Insgesamt stieg die Zahl der Verträge nach Angaben des PKV-Verbandes auf 33,56 Millionen Voll- und Zusatzversicherungen. Die Zahl der geförderten Pflegezusatzversicherungen stieg 2015 um 22,4 Prozent auf 683.500 Verträge. Bei den Pflegezusatzpolicen verzeichnete die PKV einen Zuwachs um 4,2 Prozent auf 2,59 Millionen. Insgesamt ergebe sich damit ein Plus von 228.200 Versicherungsverträgen.
"Den Menschen wird zunehmend bewusst, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Pflegefall nur einen Teil der Kosten trägt und für die Betroffenen oder ihre Angehörigen ohne private Vorsorge eine Finanzierungslücke von oft mehr als tausend Euro im Monat bleibt", betonte Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), bei der Vorstellung der vorläufigen Branchenzahlen am gestrigen Mittwoch in Berlin.
Die Beitragseinnahmen in der Kranken- und Pflegeversicherung stiegen laut PKV 2015 um 1,4 Prozent auf 36,82 Mrd. Euro. Davon entfallen 34,62 Mrd. Euro auf die Krankenversicherung, was einem Plus von 0,9 Prozent entspricht. Eine Ursache für dieses vergleichsweise geringe Wachstum sieht der PKV-Verband in der moderaten Beitragsentwicklung bei vielen PKV-Unternehmen. In der Pflegeversicherung stiegen die Einnahmen um 9,4 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro.
Die Versicherungsleistungen stiegen 2015 um 4,1 Prozent auf 25,81 Mrd. Euro. Davon entfielen auf die Krankenversicherung 24,86 Mrd. Euro, auf die Pflegeversicherung 0,95 Mrd. Euro. Das ergibt ein Plus von 4,0 Prozent in der Krankenversicherung und von 8,0 Prozent in der Pflegeversicherung gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Alterungsrückstellungen stiegen 2015 nach Angaben des PKV-Verbandes auf 219 Mrd. Euro (2014: 190,0 Mrd.). Dies entspricht einem Plus von 6,2 Prozent. "Auch in der Niedrigzinsphase konnten wir den Rückstellungen der Privatversicherten im Jahr 2015 rund 12,8 Mrd. Euro neu zuführen", ergänzte Leienbach. (vwh/td)
Bild: Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) (Quelle: PKV)
PKV · Private Krankenversicherung
Auch interessant
Zurück
14.05.2019VWheute
Bunde­staat Washington narrt Haupt­stadt: Eigene KV-Option ist gleich­zeitig staat­lich und privat Amerika hat für ein hochentwickeltes Land keine …
Bunde­staat Washington narrt Haupt­stadt: Eigene KV-Option ist gleich­zeitig staat­lich und privat
Amerika hat für ein hochentwickeltes Land keine gute Krankenversicherung. Die Beiträge sind für viele Menschen nicht zu stemmen, weswegen Ex-Präsident Barack Obama einen Schutz für …
10.01.2019VWheute
Talanx ordnet Manage­ment im Bereich Leben des Privat- und Firmen­kun­den­ge­schäft neu Die Talanx hat die Führungsebene im Bereich Leben des …
Talanx ordnet Manage­ment im Bereich Leben des Privat- und Firmen­kun­den­ge­schäft neu
Die Talanx hat die Führungsebene im Bereich Leben des Privat- und Firmenkundengeschäft neu aufgestellt. So übernahm Silke Fuchs (56) zum 1. Januar 2019 den Verantwortungsbereich…
19.09.2018VWheute
"Viele Makler kehren von der Abschluss­pro­vi­sion ab" Zunehmende Regulierung, Insurtechs als Konkurrenz und die schwierige Suche nach einem Nachfolge…
"Viele Makler kehren von der Abschluss­pro­vi­sion ab"
Zunehmende Regulierung, Insurtechs als Konkurrenz und die schwierige Suche nach einem Nachfolger. Dieses Problemtrio macht den Vermittlern derzeit ziemlich zu schaffen. Und dennoch: "Dass es heute schwerer ist, einen Bestand …
21.08.2017VWheute
Digi­ta­li­sie­rung macht eigenen Job sicherer 56 Prozent der Deutschen glaubt, dass Digitalisierung ihren Job zukunftsfähiger und damit sicherer mach…
Digi­ta­li­sie­rung macht eigenen Job sicherer
56 Prozent der Deutschen glaubt, dass Digitalisierung ihren Job zukunftsfähiger und damit sicherer macht. Das zeigt eine Untersuchung von Arag und Kantar TNS. Nur knapp über zehn Prozent der Befragten fürchten, wegen der …
Weiter