Märkte & Vertrieb

Central wehrt sich nach Abmahnung durch den BdV

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Weil die Central Krankenversicherung einen Tarifwechsel in der PKV erschwert soll, auf den die Kunden einen gesetzlichen Anspruch haben, wurde sie vom Bund der Versicherten (BdV) abgemahnt. Die Central argumentiert, dass sich der vom BdV kritisierte Passus ausschließlich auf Versicherte bezieht, die mit einem Wechsel eine höhere Leistungsabsicherung anstreben.
Konkret erwecke der Versicherer in seinen Unterlagen den Eindruck, bei Erkrankungen des Versicherungsnehmers könne die Central einen Tarifwechsel ablehnen. "Das Tarifwechselrecht in der Privaten Krankenversicherung kann aufgrund einer Erkrankung nicht einfach eingeschränkt werden", erklärt BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein. "Wir hoffen, dass die außergerichtliche Aufforderung ausreicht, damit die Central dieses Fehlverhalten beendet."
Versicherer sind laut Paragraph 204 des VVG gesetzlich verpflichtet, einen Tarifwechsel durchzuführen. Die Central gab zu den Vorwürfen eine Stellungnahme ab: "Der Passus, der sich ausschließlich auf Versicherte bezieht, die mit einem Wechsel eine höhere Leistungsabsicherung anstreben, ist von einem unserer Kunden missverstanden worden. Deshalb versenden wir das vom BdV kritisierte Musterschreiben bereits seit heute nicht mehr. Wir sind jedoch in keinem Fall zum Nachteil unserer Versicherten von der Regelung in Paragraph 204 VVG abgewichen. Auch haben wir bisher die Erfahrung gemacht, dass unsere Kunden den Passus im Kontext unserer gesamten Kommunikation nicht missverstehen. Versicherte, die mit dem Wechsel einen geringeren Beitragssatz anstreben, sind von dem besprochenen Passus gar nicht betroffen", lautet die Antwort auf eine procontra-Anfrage. (vwh/dg)
Bund der Versicherten
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