Schlaglicht

Pimco: Gross kündigte mit handgeschriebener Notiz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Investmentguru Bill Gross kämpft vor Gericht um seinen Bonus in Höhe von 200 Mio. Euro. Nun veröffentlicht sein ehemaliger Arbeitgeber Pimco einen handgeschriebenen Brief, der beweisen soll, dass er aus eigenen Stücken die Allianz-Tochter verließ: "An: CEO, Pimco: Mit diesem Schreiben bestätige ich meinen Rücktritt zum 26. September, 6.29 Uhr. William H Gross." Damit wäre die Schadenersatzklage des Starinvestors wohl hinfällig, berichtet die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe.
"Er hatte keinen Arbeitsvertrag, und er nahm zur Kenntnis, dass er keinen Anspruch mehr auf die jetzt von ihm geforderten Gewinnbeteiligungen hat, falls er Pimco vor Ende des dritten Quartals 2014 verlassen würdeW, argumentiert die Allianz-Tochter in einem Gerichtsdokument gegen die Klage von Bill Gross. Nach Darstellung von Pimco war Gross am Tag vor seiner Kündigung von Pimco-CEO Douglas Hodge und Syndikus David Flattum klargemacht worden, dass er seinen Bonus bei einem Wechsel verlieren würde. Gross habe gleichwohl seine handschriftliche Kündigungsnotiz hinterlassen.
Pimco veröffentlichte auch, dass Gross im Jahr 2013 300 Mio. Dollar verdient hatte. Damals war der von ihm gemanagte Total-Return-Fonds auf ein Rekordvolumen von 293 Mrd. Dollar gewachsen. Derzeit ist der Fonds nur noch 88 Mrd. Dollar schwer.
Der 71 Jahre alte Investor und Mitbegründer von Pimco sieht sich indes als Opfer einer Intrige von jüngeren Fondsmanagern, die seinen Anteil an der jährlichen Gewinnbeteiligung unter sich aufteilen wollten – "getrieben von der Gier nach Macht, Geld und dem Wunsch, ihre eigene finanzielle Lage und ihren Ruf zu verbessern", zitiert die FAZ die Anklageschrift von Gross. (vwh/dg)
Bild: Bill Gross, ehemaliger Chef des weltgrößte Anleihefonds "Total Return" (Quelle: dpa)
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