Schlaglicht

"Daten sind das Gold des Journalismus"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Print, Radio und Fernsehen – auf allen Kanälen wird die große investigative Enthüllung der Panama Papers medial bis ins Detail ausgeschlachtet. Haupttrend: Abseits der gesetzlich Erlaubten, stellt sich immer mehr die Frage, wo liegt die Verantwortung im ethischen Bereich – also der Compliance-Non-Compliance, so der Trend einer ganzen Beitragsstrecke im Titelreport des Businessmagazins Versicherungswirtschaft.
Die Folgen des immensen Reputationsverlustes, auch nur in Verdacht-Schlagzeilen zu geraten, sind kaum abzusehen. Ein Weltnetzwerk von 400 Journalisten, Daten in einer Größenordnung von 2,6 Terabyte sowie 214.000 Offshore-Firmen - im medialen Widerhall erscheinen die sogenannten "Panama Papers" als Enthüllung der Superlative - Die Süddeutsche Zeitung als Knotenpunkt auch in der heutigen Ausgabe mit dem Titel "Briefkastenfirmen helfen bei Assads Krieg".
Und die Konsquenz daraus? Zwar werden Vorgänge ans Licht gebracht, die moralisch zumindest zweifelhaft sind - im juristischen Sinne indes steht die Beweisführung weithin (noch) aus. Das wird dauern und Verwundungen kosten.
Denn die Welle wird sich mit steigender Empörungswucht verbinden. Die aufrechten Isländer haben sich schon erhoben. Autoritäre Systeme scheine es da leichter zu haben. Die Welle der groß angelegten Reaktionen ist jedenfalls schon angelaufen, wie das Handelsblatt aufzeigt. Während die Opposition in Island den Premier zum Rücktritt zwang, sieht der Kreml in Moskau den russischen Präsidenten Wladimir Putin diskreditiert, während Argentiniens Staatschef Mauricio Macri seine Rolle als Direktor eines betroffenen Unternehmens verteidigt.
Sicher ist nur eines: "Daten sind das Gold des Journalismus" schreibt die SZ. Dies trifft allerdings vor allem auf die Medien selbst zu. (vwh/td)
Bildquelle: Lupo / pixelio.de
Panama-Papers
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