Köpfe & Positionen

"Aktiv im Ruhestand"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ruhige Rente war gestern – Senioren haben heute alle Chancen auf ein aktives und selbstbestimmtes Leben. Aus diesem Grund seien sie auch viel gesünder und leben länger, stellt der Altersforscher Frieder Lang fest. Ihm erscheint es nicht sinnvoll, "Transferleistungen wie die Rente an ein starres Lebensalter zu knüpfen." Weil viele nicht nur längern arbeiten wollen, sondern müssen, fordert Lang, die Tätigkeiten von Senioren besser zu honorieren.
"Menschen müssen in ihrem Tun einen Sinn erkennen. Und dabei spielt auch ein angemessener Lebensstandard eine Rolle. Viele Menschen müssen mit geringen Ersparnissen auskommen und damit ein langes Leben gestalten. Heute 65-Jährige leben durchschnittlich noch weitere 17 bis 21 Jahre. Wer einen hohen Lebensstandard erhalten will, braucht dafür die finanziellen Ressourcen", erklärt Frieder Lang im Interview mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Der Inhaber des Lehrstuhls für Psychogerontologie und Leiter des Instituts für Psychogerontologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wünscht sich das große Potenzial der Senioren für die Arbeitswelt besser zu nutzen und jedem selbst überlassen, wie lange er arbeiten möchte. "Selbstständige entscheiden sich oft für einen späteren als den gesetzlichen Ruhestand, selbst wenn sie das aufgrund ihres Vermögens gar nicht nötig haben. Und darin sehe ich eine Lösung: Dass jeder frei entscheiden darf, in welchem Umfang und wie lange er Tätigkeit fortführen möchte und auch welche Art von Tätigkeit", sagt der Professor. (vwh/dg)
Bild: Frieder Lang, Leiter des Instituts für Psychogerontologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Quelle: GDV)
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