Schlaglicht

Steueroasen trocknen nur langsam aus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Kampf gegen die Steuerhinterziehung steht in der Politik seit Jahren bereits ganz oben auf der To-Do-Liste. Die aktuelle Affäre um die sogenannten Panama Papers zeigt jedoch, dass der Kampf gegen die Steueroasen nur schleppend vor sich geht - und teilweise auch nur mit Druck von außen. Größtes Problem ist nach wie vor der Datenaustausch, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online.
Mehr als 1.000 Deutsche sind derzeit in den sogenannten Panama Papers zu finden. Die Bandreite reicht dabei von Prominenten über Mittelständler, Banker bis hin zu einem Geheimagent und einem bekannten deutschen Rennfahrer. Auch Fußball-Superstar Lionel Messi soll sich angeblich auf der Liste befinden.
Die konnten sich jedenfalls jahrelang darauf verlassen, dass verschiedene Länder ihre Verschwiegenheit in Finanzfragen zum Geschäftsmodell gemacht haben. So wurden das Schweizer Bankgeheimnis oder die Liechtensteiner Stiftungen erst in jüngster Zeit nach und nach aufgeweicht - ergänzt durch Whistleblower, die ihre Daten über zwielichtige Geschäfte weitergaben. Auch wenn sich mittlerweile 80 Länder zum automatischen Austausch von Steuerdaten nach einem Standard der Industrieländerorganisation OECD verpflichtet haben. Ein entsprechender Austausch dürfte laut Spiegel Online jedoch frühestens erst im Herbst 2017 beginnen.
Ein weiteres Problem sind zudem die fehlende grenzüberschreitende Strafverfolgung in Finanzangelegenheiten, die mangelnde Transparenz des deutschen Finanz- und Immobilienmarktes sowie Steuersparmodelle von Großkonzernen à la Google, Apple, Amazon oder Ikea (siehe POLITICS). (vwh/td)
Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de
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