Köpfe & Positionen

"Schwarze Schwäne befördern die Rolle der CRO’s"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Finanzkrise 2008, die spätere Staatsschuldenkrise sowie die Nullzinsen und die jüngsten Marktturbulenzen – mittlerweile müsse von grauen Schwänen gesprochen werden, sagt Thomas Wilson, Chief Risk Officer von Allianz Global. Die Evolution der neuen Risikomanager werde zusätzlich von einem Tsunami an Regulierungsmaßnahmen und disruptiven Geschäftsmodellen beeinflusst. "Risk Management ist inzwischen ein Synonym für Value Management, deshalb werden CROs zunehmend zu Value Managern."
"Durch die immer in kürzeren Abständen auftretenden Krisen-Ereignisse bedarf es nicht nur einer Risikosteuerung, sondern einer langfristigen Anlagestrategie", erklärt Thomas Wilson, Chief Risk Officer von Allianz Global, im Interview mit Deloitte. Chief Risk Officer (CRO) würden nicht nur Risikokontrolle betreiben, sie sind inzwischen Teil der Geschäftsstrategie und der Konzernkapitalallokation eines Unternehmens.
Diese Erfahrungen hat der Manager in seinem Handbuch "Value and Capital Management" festgehalten. "Eine bewusste Risikokultur im Unternehmen aufzubauen, ist wie ein Kind großzuziehen: Weil Kinder irgendwann das Elternhaus verlassen werden, achtet man darauf, dass sie ihre eigenen Wertekanon entwickeln - zwischen Richtig und Falsch entscheiden. Manager sollten nicht nur über das richtige Handeln reden, sondern es vorleben", sagt Wilson.
Ins gleiche Horn stieß bereits Nikolaus von Bomhards vierseitiger FAZ-Aufsatz über Schwärze Schwäne als Ausrede für Missmanagement, wie VWheute berichtete. Eine risikobewusste Kultur im Unternehmen muss gelebt werden, ansonsten bleibe ein Risk Officer nur ein Feigenblatt. Er fordert auch auf der politischen Ebene einen unabhängigen Risikorat und einen "Chief Risk Officer Deutschland": "Sie werden die Transparenz über Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten und deren Folgen erhöhen", schreibt Bomhard. (vwh/dg)
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