Märkte & Vertrieb

Insolvenzen in Deutschland sinken weiter

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In Deutschland wird sich die Zahl der Insolvenzen in diesem Jahr um etwa fünf Prozent auf rund 22.000 Fälle vermindern. Davon geht der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem aktuellen Konjunkturbericht aus. Den Grund für den weiteren Rückgang sieht der Verband vor allem in der Annahme, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,6 Prozent steigen wird.
"Die öffentliche Hand muss jetzt den konjunkturellen Rückenwind nutzen, um stärker zu investieren und so die Wachstumsbedingungen zu verbessern. Nicht nur der Bund, sondern auch die Länder und die Kommunen sind gefordert, den Investitionsrückstand zu verringern", sagt BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley. So werde zwar auf den aktuellen Aufschwung früher oder später wieder ein Abschwung mit steigenden Unternehmensinsolvenzen folgen. Mit einer leistungsfähigen Infrastruktur falle der Wirtschaft dann aber die Erholung leichter, so der BVR.
Vor diesem Hintergrund begrüßte der BVR den von der Bundesregierung im März vorgelegten Entwurf eines neuen Verkehrswegeplans. Demnach sollen bis zum Jahr 2030 rund 265 Mrd. Euro in den Erhalt und Ausbau der Verkehrswege investiert werden. Dieses Volumen reiche aber nicht aus, um den langjährigen Investitionsstau abbauen zu können, glaubt der Verband.
Die Umweltverbände fordern hingegen eine "grundlegende" Umarbeitung des Planes. So enthalte der Entwurf von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) keine Aussagen zur Umweltverträglichkeit und prüfe faktisch keine Alternativen zu Straßenbauprojekten, erklärten der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund Deutschland und der Verkehrsclub Deutschland am Donnerstag in Berlin. (vwh/td)
Bildquelle: Fotolia
Insolvenz · BVR
Auch interessant
Zurück
13.05.2019VWheute
PSVaG verzeichnet weniger Insol­venzen und nied­rige Scha­den­be­las­tung Im Jahr 2018 hat der Pensionssicherungsverein VVaG (PSVaG) mit …
PSVaG verzeichnet weniger Insol­venzen und nied­rige Scha­den­be­las­tung
Im Jahr 2018 hat der Pensionssicherungsverein VVaG (PSVaG) mit insgesamt 372 Insolvenzen den tiefsten Stand seit den 1990er-Jahren registriert. Die Zahl der insolventen Arbeitgeber mit …
28.03.2019VWheute
Gläu­biger bleiben bei Insol­venzen auf Groß­teil der Schäden sitzen Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren…
Gläu­biger bleiben bei Insol­venzen auf Groß­teil der Schäden sitzen
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren zwar kontinuierlich zurückgegangen. Die Schadenssummen sind indes im gleichen Zeitraum weiter gestiegen. Das Problem für die …
28.01.2019VWheute
Mercer: Pensi­ons­ver­pflich­tungen der Dax-Konzerne sinken dank Rech­nungs­zins Die Pensionsverpflichtungen der 30 Dax-Konzerne sind im vergangenen …
Mercer: Pensi­ons­ver­pflich­tungen der Dax-Konzerne sinken dank Rech­nungs­zins
Die Pensionsverpflichtungen der 30 Dax-Konzerne sind im vergangenen Jahr von 380,8 Mrd. Euro um zwei Prozent auf etwa 368 Mrd. Euro gesunken. Auch die Pensionsvermögen im IFRS-Abschluss sind 2018 von…
18.12.2018VWheute
Air Berlin verklagt Etihad auf Scha­den­er­satz in Millio­nen­höhe Die Pleite der Fluggesellschaft Air Berlin hat ein juristisches Nachspiel. …
Air Berlin verklagt Etihad auf Scha­den­er­satz in Millio­nen­höhe
Die Pleite der Fluggesellschaft Air Berlin hat ein juristisches Nachspiel. Medienberichten zufolge haben die Gläubiger beim Landgericht Berlin eine Schadenersatzklage gegen die arabische Golfairline Etihad …
Weiter