Schlaglicht

Neuer Ifo-Chef will so unbequem sein wie sein Vorgänger

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wie der scheidende Ifo-Chef Hans-Werner Sinn schlägt auch sein Nachfolger Clemens Fuest die gleichen Töne an. Im Interview mit der FAZ warnt er vor den negativen Folgen eines Brexits und kritisiert die Nullzinspolitik der EZB. Einen Rat für die Versicherer gibt der Wirtschaftsforscher derzeit im aktuellen Heft der Versicherungswirtschaft. "Versicherer müssen aufpassen, dass sie nicht in Abhängigkeit von Unternehmen wie Sixt geraten, die die Mobilitätsbedürfnisse ihrer Kunden besser verstehen."
EU-Zentralismus, Energiewende und die Geldpolitik der EZB: Der zukünftige Ifo-Chef Clemens Fuest sieht die Krise keineswegs als überwunden an. Im FAZ-Interview teilt der Nachfolger von Hans-Werner Sinn gehörig aus. "Der Politik hat manchmal nicht gefallen, was ich gesagt habe. Die Auftraggeber, letztlich die Steuerzahler, erwarten von den Ökonomen an Forschungsinstituten, dass sie unabhängig sind und sich in öffentliche Debatten einbringen", sagt der Ökonom.
In Deutschland warnt Fuest davor, die Arbeitsmarktreformen zurückzudrehen. Außerdem kritisiert er die Energiewende-Politik als "grundlegend falsch". Auch auf die Versicherungsbranche sehe er im Zuge der Digitalisierung viele Probleme zukommen: "Die Versicherer haben mit dem Aufkommen des Internet-Geschäfts und den Direktversicherungen bereits eine Welle der Digitalisierung hinter sich. Sie müssen darüber hinaus verstehen, wie sich Geschäftsmodelle ihrer Unternehmenskunden oder Konsum- und Lebensgewohnheiten von Privatkunden wandeln und wie sich die Risiken dadurch verschieben", erklärt der Wirtschaftsforscher gegenüber der Versicherungswirtschaft. (vwh/dg)
Bild: Clemens Fuest, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (Quelle: Ifo-Institut)
Clemens Fuest
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