Märkte & Vertrieb

Banken-Boni werden an Risiko-Verhalten gekoppelt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Finanzdienstleister wollen die Boni künftig stärker an das Risikoverhalten koppeln. Demnach planen 34 Prozent der Unternehmen eine Reduzierung der Bonuszahlungen. Gleichzeitig sollen die Grundgehälter der Führungskräfte in diesem Jahr um durchschnittlich 2,0 bis 2,7 Prozent steigen. Allerdings liegen die Gehaltssteigerungen der Banken leicht unter denen der Versicherer.
Zudem gibt es auch regionale Unterschiede bei der Erhöhung der Grundgehälter. Während die Gehälter in Europa und Nordamerika lediglich um 2,3 bzw. 2,4 Prozent angehoben werden, wollen asiatische und lateinamerikanische Unternehmen im Schnitt etwa 4,3 Prozent mehr zahlen. Dies geht aus dem aktuellen Mercer Global Financial Services Executive Compensation Snapshot Survey hervor, für den 71 Finanzdienstleistungsunternehmen in 20 Ländern analysiert wurden, darunter auch 36 Banken. Demnach will eine Mehrheit von 61 Prozent der befragten Unternehmen die derzeitigen Boni auf dem Niveau des Jahres 2016 halten. Nur fünf Prozent wollen ihre variablen Gehälter anheben.
Sinkende Boni gibt es laut Umfrage vor allem im Renten- und Börsenhandel mit 31 Prozent der Nennungen, während die variablen Vergütungen in Private Equity (81 Prozent) und im Reatail Banking (84 Prozent) gleich bleiben sollen. "Der Trend zu höheren Grundgehältern und geringeren Boni wird von vielen Unternehmen kritisch gesehen", sagt Bernd Thomaszik, Vergütungsexperte bei Mercer. "Denn dies erschwert die Belohnung richtigen und die Bestrafung falschen Verhaltens", ergänzt der Experte. (vwh/td)
Bildquelle: Kirsten-Fischer/ pixelio.de
Mercer · Bonus
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