Schlaglicht

Bäte: "Bin der Bundeskanzler der Allianz und die EZB ist evil"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Lässig, ohne Krawatte, dafür mit klaren Positionen: In einem zweistündigen Youtube-Interview erweist sich der Chef des größte deutschen Versicherers als begabter Erklärer. Die Allianz sei nicht too big to fail und Investments in sein Unternehmen mögen zwar langweilig sein, aber "langweilig ist im Moment sexy". Innerhalb weniger Stunden verzeichnete das Video über 1.700 Aufrufe, am Dienstagabend bereits über 12.000.
"Ich bin der Bundeskanzler der Allianz", erklärt der Manager auf die Frage, was denn eigentlich ein Vorstandsvorsitzender mache. "Man hat die Richtlinienkompetenz, man definiert gemeinsam mit dem Vorstand die Strategie des Unternehmens. In einem Konzern wie der Allianz gebe es immer Zielkonflikte, unterstreicht Bäte, es komme aber darauf an, Prioritäten zu setzen. Um seine Ziele zu erreichen, musste er bislang nicht auf den Tisch hauen.
Gekonnt erläutert der ehemalige Unternehmensberater den Unterschied zwischen Zocken und Investieren, warum die Allianz für bestimmte Parteien nicht spende und warum er nicht gerne in CC gesetzt werden will. Zudem erklärt er seine Vorbehalte gegen ungehindertes Sammeln von Gesundheitsdaten, die Macht der Pharmakonzerne, bedingungsloses Grundeinkommen, das Verhalten asiatischer Manager.
Eine Star-Wars Frage hingegen erkennt er nicht als solche an. Die EZB sei das einzige Imperium, das er sich vorstellen könne, das "so ein bisschen evil" sei und das seine eigenen Regeln befolge.
Warum die Allianz teurer als andere Anbieter sei? "Weil es bei uns sicherer ist, aber es gibt keine Sicherheit umsonst, Sicherheit kostet. Wenn das nicht der Fall ist, dann leben wir nicht mehr in einer Marktwirtschaft." (vwh/dg)
Bild: Screenshot Youtube / Jung & Naiv
Allianz · Oliver Bäte
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