Schlaglicht

Germanwings-Absturz: Klage in den USA

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Heute jährt sich erstmals die Germanwings-Katastrophe in Frankreich. Unmittelbar davor soll in den USA eine Millionenklage von Angehörigen gegen die Lufthansa eingereicht sein, berichtet die Berliner Morgenpost. Nach Angaben von Rechtsanwalt Christof Wellen ist eine US-Anwaltskanzlei damit beauftragt worden. Der Advocat vertritt 34 Opferfamilien. Laut Bericht soll sich die Klage gegen eine Flugschule der Lufthansa in Arizona richten.
Der Copilot der damaligen Unglücksmaschine, Andreas Lubitz, hatte das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht. Neben ihm starben auch alle anderen 149 Insassen an Bord der Eurowings-Maschine. Lubitz habe seine Pilotenausbildung 2009 wegen psychischer Probleme unterbrochen: "Aus unserer Sicht hätte er danach keine Fluglizenz bekommen dürfen", begründete der Anwalt die Klage.
Germanwings hatte nach eigenen Angaben eine Soforthilfe von 50.000 Euro gezahlt. Dazu kommen 25.000 Euro Schmerzensgeld für jeden Toten. Nächste Angehörige sollten ohne weitere Prüfung eine Summe von 10.000 Euro erhalten.
Das Versicherer-Konsortium der Lufthansa hatte wegen möglicher Schadensersatzforderungen im Fall der abgestürzten Germanwings-Maschine bereits kurz nach dem Unglück Rückstellungen in Höhe von 300 Mio. US-Dollar gebildet. Für die Lufthansa selbst bedeutete der Absturz einen erheblichen Rückschlag.
Anlässlich des ersten Jahrestages fanden bereits mehrere Trauerfeiern in Barcelona, Düsseldorf und Marseille statt. Heute soll am Absturzort selbst der Opfer gedacht werden. Im Mittelpunkt sollen ausschließlich die Angehörigen der Absturzopfer stehen. Die Öffentlichkeit ist weitgehend ausgeschlossen, berichtet der Deutschlandfunk. (vwh/td)
Bildquelle: Jürgen Mai / Lufthansa
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