Märkte & Vertrieb

Digitalisierung allein reißt Vertriebsgrenzen nicht ein

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Digitalisierung alleine reicht nicht aus, tatsächlich grenzüberschreitenden Vertrieb von Versicherungs- und Finanzprodukten zu gewährleisten. Insurance Europe warnt davor, den EU-weiten Flickenteppich im Versicherungsgeschäft politisch zu beseitigen. "Die Ausweitung grenzüberschreitender Versicherungsprodukte sollte weiter vom Markt ausgehen", mahnt Generaldirektorin Michaela Koller.
Von der EU-Kommission wünscht sich Insurance Europe ein Modell für die Verarbeitung von Kundendaten, das auf den mündigen Verbraucher und dessen konkreter Erlaubnis zur Datenverarbeitung setzt. Darüber hinaus regt der Verband einen europaweiten Compliance-Standard für e-ID Provider an.
Nicht zuletzt verweist Insurance Europe auf Schiedsstellen, die es seit 2001 gibt, um Streitfälle von Kunden mit Banken, Versicherungen oder Wertpapierfirmen beizulegen. Der Bekanntheitsgrad dieser Einrichtungen sei ausbaufähig.
Ende des vergangenen Jahres hatte die EU-Kommission mit der Vorlage des Grünbuchs die Konsultationsphase gestartet. "Die EU-Kommission will es Unternehmen leichter machen, ihre Finanzprodukte in anderen EU-Mitgliedstaaten Privatkunden anzubieten", kündigte Finanzkommissar Jonathan Hill an.
Insurance-Europe Generaldirektorin Michaela Koller kritisierte die einseitige Fixierung auf die Digitalisierung der Branche. Verbesserungen im Schadenmanagement, beim Stammdaten-Management und der Vergleichbarkeit von Produkten seien signifikante Vorteile auf Verbraucherseite. Doch sämtliche Hürden könnten dadurch nicht beseitigt werden im grenzüberschreitenden Privatkundengeschäft. (vwh/ku)
Bild: Michaela Koller, Generaldirektorin von Insurance Europe (Quelle: Insurance Europe)
Insurance Europe · Digitalisierung
Auch interessant
Zurück
22.07.2019VWheute
K-Frage in der Versi­che­rungs­branche: Will wirk­lich jede Frau Karriere machen? Frauen können sich stärker in ihr Gegenüber hineinversetzen als…
K-Frage in der Versi­che­rungs­branche: Will wirk­lich jede Frau Karriere machen?
Frauen können sich stärker in ihr Gegenüber hineinversetzen als Männer, glaubt Axel Schwartz. Das sei ein großer Karrierevorteil. Für den Personalmanager besteht die Frage vor allem darin…
09.07.2019VWheute
Schreiber: "Die Branche in der bishe­rigen Form verschwindet ganz von allein" Es ist ein nicht unumstrittener Markteintritt: Seit kurzem bietet das …
Schreiber: "Die Branche in der bishe­rigen Form verschwindet ganz von allein"
Es ist ein nicht unumstrittener Markteintritt: Seit kurzem bietet das US-Insurtech eine Hausrat- und Haftpflichtpolice in Deutschland an. Dabei gibt sich Gründer Daniel Schreiber durchaus selbstbewusst:…
25.04.2019VWheute
"Ein gutes Gehalt ist die Basis" In Deutschland sind die Einkommensunterschiede zwischen den Regionen weiterhin sehr hoch. Dabei verdienen …
"Ein gutes Gehalt ist die Basis"
In Deutschland sind die Einkommensunterschiede zwischen den Regionen weiterhin sehr hoch. Dabei verdienen vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in der Versicherungsbranche verdienen überdurchschnittlich gut. Welche Rolle das Gehalt bei der …
15.04.2019VWheute
AIG-Deutsch­land­chef Nagler: "Für uns ist der D&O-Markt nicht gesund" In diesem Jahr feiert der US-Versicherungskonzern American International …
AIG-Deutsch­land­chef Nagler: "Für uns ist der D&O-Markt nicht gesund"
In diesem Jahr feiert der US-Versicherungskonzern American International Group (AIG) sein 100-jähriges Unternehmensjubiläum. Die Versicherungswirtschaft hat nun exklusiv mit Deutschland-Chef Alexander …
Weiter