Köpfe & Positionen

Reform der Pflegeberufe biete "größere Perspektive"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat die geplante generalisierte Pflegeausbildung verteidigt So werde die geplante Reform der Pflegeberufe die Ausbildung nicht vereinheitlichen, sondern modernisieren, sagte er im Deutschlandfunk. Zudem würden keine Ausbildungen zusammengelegt. Vielmehr entstünde in neues Berufsbild, in das die neuesten Erkenntnisse einflössen.
Zudem habe die Arbeits- und Sozialministerkonferenz bereits 2009 "eine moderne Pflegeausbildung, wo wir den Menschen die Möglichkeit geben, sich ganz breit auf dem Pflegemarkt zu bewerben, dass man sich eben nicht mit 20 festlegt, immer Altenpflege, oder man sich festlegt, immer Krankenhaus. Auch, dass man neue Erkenntnisse, die es in der Pflege gibt, in die Ausbildung aufnimmt", betont Laumann.
Diese Forderung werde nun im neuen Gesetzesentwurf berücksichtigt. "Das wird im Grunde genommen mit diesem Gesetz gemacht, das heißt, im Grunde genommen machen wir nicht die Zusammenführung von zwei Pflegeberufen, sondern wir machen daraus einen neuen Beruf, auch mit neuen Erkenntnissen der Pflegewissenschaft, die nun mal in den letzten 20 Jahren entstanden sind. Dadurch erhalten natürlich Leute, die Pflegeberufe erlernen möchten, eine sehr viel breitere Perspektive auf dem Arbeitsmarkt, wie es heute der Fall ist", erläutert der Pflegebeauftragte.
Der Deutsche Bundestag hatte sich am vergangenen Freitag in erster Lesung mit Reform der Pflegeausbildung beschäftigt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte dabei den Gesetzesentwurf gegen die Kritik privater Leistungsanbieter verteidigt. So werde die Reform dem Umstand gerecht, dass immer häufiger Menschen ins Krankenhaus kämen, die beispielsweise altersdement seien. Gleichzeitig lebten immer mehr Menschen im Altenheim, die mehrere Erkrankungen hätten.
Die Linken-Abgeordnete Pia Zimmermann warf Gröhe jedoch vor, ein Schmalspurgesetz auf den Weg gebracht zu haben, das der Ausbildung in der Pflege überhaupt nicht gerecht werde. Nach Ansicht der Grünen-Abgeordneten Elisabeth Scharfenberg laufe die geplante Generalisierung zudem der Ausbildung den allgemeinen Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt zur Spezialisierung entgegen. (vwh/td)
Bild: Der CDA-Vorsitzende Karl-Josef Laumann (Quelle: Karl-Josef Laumann)
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