Märkte & Vertrieb

Bäte: "Digitalisierung verbessert Lebensqualität"

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Es geht in der Versicherungswirtschaft nichts mehr ohne das Zauberwort der Digitalisierung. Das ist jedenfalls die Meinung des Allianz-Vorstandschefs Oliver Bäte, die er auf der Cebit in Hannover gemeinsam mit dem Vorstandschef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, verkündete. "Die Digitalisierung wird unsere Lebensqualität deutlich verbessern", schwärmten die Topmanager. Die Telekom ist Kooperationspartner des Versicherungsriesen.
Oliver Bäte unterstrich allerdings, dass sich die Allianz auf dem Weg zur Nutzung der neuen Techniken nicht revolutionär sondern eher evolutionär verändern werde. Grundsätzlich würde die moderne Technologie Dinge erlauben, die früher unmöglich waren. Bisher wurde sehr viel Papier verarbeitet. Die Allianz habe im letzten Jahr allein in Deutschland 100 Millionen Briefe verschickt.
"Das brauchen wir in Zukunft nicht mehr. Da wollen wir uns verändern, weil das viel Geld unserer Kunden kostet, das wir besser in gute Beratung investieren können", gab er zu verstehen. Für den Allianz-Chef ist es wichtig, dass die Mitarbeiter Digitalisierung nicht als Bedrohung verstehen. Nach 125 Jahren könnte die Allianz noch näher in Kontakt mit seinen Kunden kommen und gemeinsam mit den Vertriebspartnern besser betreuen. "Unsere Mitarbeiter erkennen dadurch die Chance, mehr Zufriedenheit beim Kunden zu erzeugen." Nur da, wo das Personal hochmotiviert sei, erlebe man auf der anderen Seite glückliche Kunden.
Bäte räumte ein, dass jede Art von Veränderung, die einem Kulturwandel gleichkomme, schwer falle. Die Versicherungswirtschaft sei bisher nicht gerade durch viele Innovationen bekannt. Auf der anderen Seite habe die Branche eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft zu erfüllen, die er am Beispiel des Kfz-Unfallschadens festmachte, bei dem der Versicherer den für den Kunden notwendigen Service zur Verfügung stelle. Der Kunde müsste sich darauf verlassen können und das Gefühl haben, dass das Unternehmen für ihn da sei. Als besonders wichtig wertete er die Notwendigkeit, dass der Kulturwandel im Management einsetzen müsste sowie bei denen, die die Produkte entwickelten und in der IT. Der CEO würdigte auch die Zusammenarbeit mit dem Telefonkonzern. "Früher haben wir immer alles alleine gemacht." Die Kooperation biete nun die Möglichkeit, gemeinsam Mehrwert zu schaffen.
"Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Nutzung der Möglichkeiten, die durch die Digitalisierung gegeben sind, das größte Geschenk auch für die Telekom ist", unterstrich Timotheus Höttges. Dadurch könnte sehr viel Wertschöpfung und Kundennutzen geschaffen werden, was sich dann in ökonomischen Erfolgen auszahle. "Ich bin ein absoluter Fan der Digitalisierung", so der Topmanager. Im Vordergrund stehe in erster Linie die Chance, für die Menschen das Leben in allen Bereichen, ob geschäftlich oder privat, einfacher zu machen. "Jeden Tag entstehen neue Ideen". Das sei ein Ausdruck dafür, welche unendlichen Möglichkeiten sich bieten würden. Höttges gab aber auch zu verstehen, dass in einer transparenten, digitalen Welt jeder wisse, was der andere mache. Es sei daher heutzutage wichtig, Ideen schnell umzusetzen, um erfolgreich sein zu können. (wo)
Bild: Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte (links) und Timotheus Höttges, Vorstandschef der Deutschen Telekom, auf der CeBIT 2016 in Hannover. (Quelle: Grosse)
Allianz · Digitalisierung · Deutsche Telekom · Oliver Bäte · Timotheus Höttges
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