Schlaglicht

Krankenkassen machen erneut Milliardendefizit

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die gesetzlichen Krankenkassen haben im zweiten Jahr in Folge ein Defizit in Milliardenhöhe abgeschlossen. Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel Online unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium berichtet, beläuft sich das Minus für 2015 auf insgesamt 1,14 Mrd. Euro. Als Ursache gelten offenbar die niedrigen Zusatzbeträge.
Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums beliefen sich die Einnahmen der Krankenkassen im angelaufenen Jahr auf rund 212,42 Mrd. Euro. Dem gegenüber stehen Ausgaben in Höhe von 213,56 Mrd. Euro. Diese Differenz geht laut Ministerium "im Wesentlichen darauf zurück, dass die Krankenkassen ihre Versicherten durch niedrigere Zusatzbeiträge entlastet haben". So beziffert Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) schlage dieser "Entlastungseffekt" mit rund 900 Mio. zu Buche.
Zudem stiegen die Ausgaben pro Versicherten 2015 um 3,7 Prozent. Einen wesentlichen Anteil daran haben laut Spiegel Online die Kosten für Arzneimittel mit einem Plus von 1,7 Mrd. Euro (plus 4,6 Prozent). Besonders die hohen Ausgaben für die hochpreisigen Medikamente zur Behandlung von Hepatitis C mit 1,3 Mrd. Euro. Dies seien 700 Mio. Euro mehr als noch 2014. (vwh/td)
Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de
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