Politik & Regulierung

Landet Safe-Harbor-Nachfolger vor dem Europäischen Gerichtshof?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Nachfolgeabkommen für Safe Harbor heißt Privacy Shield. Die EU-Kommission hat jetzt einen entsprechenden Entwurf veröffentlicht, den Experten zwar praktikabel aber dennoch nicht rechtssicher sehen. Die Wirtschaft sieht ein derartiges Abkommen skeptisch. Unterdessen wurden bereits erste Bußgeldverfahren wegen Verstoß gegen Datenschutzrechte eingeleitet.
Die Schonfrist der Datenschutzaufsichtsbehörden ist nun endgültig vorbei: Erste Bußgeldverfahren wurden gegen mehrere Unternehmen in Hamburg eingeleitet – es drohen Bußgelder bis 300.000 Euro, schreibt das Fachmagazin it-daily
"Rechtssicherheit für Unternehmen, die Daten in die USA transferieren müssen, sieht anders aus", stellt der Internetrecht-Experte Niko Härting fest. Er rechnet damit, dass Privacy Shield vor den EuGH getestet werden wird. "Hinzu kommt, dass durch die alljährliche Review das Privacy Shield mit dem Damoklesschwert der Unwirksamkeit leben muss", sagt der Berliner Anwalt in einem ausführlichen Dossier zu den praktischen Folgen von Safe Harbor und Privacy Shield
Ein neues Abkommen zum Datenaustausch zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA will die deutsche Wirtschaft indes nicht. Einer aktuellen Erhebung von CSC zufolge wünschen sich Entscheider aber auch vom IT-Dienstleister, an der Einhaltung der Datenschutzvorgaben aktiv mitzuwirken. Neben dem Betrieb von Rechenzentren in Europa (60 Prozent), fordern beispielsweise 43 Prozent der Unternehmen einen rechtlich bindenden Nachweis, dass der IT-Dienstleister geltende Datenschutzvorgaben befolgt. (vwh/ku)
Bildquelle: Fotolia
Europäischer Gerichtshof · Safe Harbor
Auch interessant
Zurück
14.06.2019VWheute
Makler-Nach­folger-Club e.V. wächst so stark, dass er Personal ausbaut Der 2014 gegründete erste deutsche Makler Nachfolger Club e.V. hat …
Makler-Nach­folger-Club e.V. wächst so stark, dass er Personal ausbaut
Der 2014 gegründete erste deutsche Makler Nachfolger Club e.V. hat sich darauf spezialisiert Maklern und Unternehmen auf die Übergabe ihres Bestands vorzubereiten. Mittlerweile verfügt der …
31.05.2019VWheute
"Provi­si­ons­de­ckel führt dazu, dass noch mehr Vermittler ihren Beruf aufgeben" Droht in den kommenden Jahren ein "Vermittlersterben" und wie ist es…
"Provi­si­ons­de­ckel führt dazu, dass noch mehr Vermittler ihren Beruf aufgeben"
Droht in den kommenden Jahren ein "Vermittlersterben" und wie ist es angesichts zunehmender Regulierung und Digitalisierung um die Zukunft des Berufsstandes bestellt? Die Versicherungswirtschaft …
31.05.2019VWheute
Arag: Faßbender-Nach­folger steht fest Renko Dirksen wird ab 4. Juli 2020 die Geschicke des Arag-Konzerns lenken. Er soll die "moderierende Funktion …
Arag: Faßbender-Nach­folger steht fest
Renko Dirksen wird ab 4. Juli 2020 die Geschicke des Arag-Konzerns lenken. Er soll die "moderierende Funktion des Vorstandssprechers" übernehmen und so die "erfolgreiche Weiterentwicklung der Arag mit ihrem langjährig eingespielten …
24.10.2018VWheute
Covéa sucht Nach­folger: Cooter hört 2019 auf Im kommenden Jahr wird es bei Covéa einen neuen Commercial Lines Director brauchen. Simon Cooter hat …
Covéa sucht Nach­folger: Cooter hört 2019 auf
Im kommenden Jahr wird es bei Covéa einen neuen Commercial Lines Director brauchen. Simon Cooter hat sein Amt zur Verfügung gestellt. Die französische Versicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit, hat sich noch nicht zum Nachfolger …
Weiter