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Brexit: Wenn UK verliert, gewinnt auch die EU nicht

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es wird immer schwerer zu verstehen, was Großbritannien durch einen Austritt aus der EU eigentlich gewinnen könnte. Das stellt Michael Heise fest. Der Allianz-Chefvolkswirt ist sich sicher, dass ein Brexit weitreichende Folgen hat: "Wenn Großbritannien verliert, wird auch die EU nicht gewinnen."
Was Großbritannien durch einen Brexit gewinnen könne, sei angesichts der jüngsten Zugeständnisse der EU unklar. "Viel klarer sind dagegen die wirtschaftlichen Risiken, die Großbritannien bei einem Austritt drohen", ist Michael Heise in seiner Prognose in der FAZ überzeugt.
"Allein die Unsicherheit über den Ausgang der Trennungsverhandlungen würde die Investitionen in der britischen Wirtschaft abkühlen lassen. Es ist nicht unrealistisch, dass sie über einen mehrjährigen Zeitraum ein bis zwei Prozentpunkte ihres Wirtschaftswachstums einbüßen könnte."
Doch die EU könnte mit Heise daraus keinen großen Nutzen ziehen: "Es mag sein, das manche Investitionen in die EU verlagert werden oder qualifizierte Arbeitskräfte aus London dorthin umziehen. Aber das überwiegt nicht den Nachteil einer gebremsten britischen Wirtschaft, deren Währung abwertet, und schon gar nicht die politische Schwächung der EU, die ein Brexit bedeutete." (vwh/ku)
Bild: Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz. (Quelle: Allianz)
Michael Heise · Brexit
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